Das also ist mein Leben – Stephen Chbosky

Titel: Das also ist mein Leben
Orginal Titel: The perks of being a wallflower 
Autor: Stephen Chbosky  
Seiten: 288  
Erscheinungsdatum: 2011 im Heyne Verlag | Erstausgabe ca. 1999
Verlag: Heyne  
Leseprobe: Das also ist mein Leben
ISBN-10: 3453267516




Klappentext 

Charlie ist sechzehn, er ist in seinem ersten Jahr in der Highschool und hat die Probleme, die man in diesem Alter so hat: mit Mädchen, mit der Schule, mit sich selbst. Zumindest scheint es so zu sein. Doch in den Briefen, die er an einen unbekannten »Freund« schreibt, wird deutlich, dass Charlie eine ganz besondere Sicht auf die Welt hat: Er beobachtet die Menschen um sich herum, fragt sich, ob sie ihr Leben so leben, wie sie es möchten, und versucht verzweifelt, seine eigene Rolle in all dem, was wir Leben nennen, zu begreifen.


Meine Meinung 

Das aller erste, was mir auffällt ist das Cover. Zu sehen ist folgendes: „Das also ist mein Leben. Und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer herauszufinden, wie das eigentlich sein kann“.
Dieser Spruch hat mich zum nachdenken gebracht. Es ist ein Gefühl, was jeder kennt und keiner versteht. 

Ich muss gestehen, dass ich erst den Film gesehen habe und dann das Buch gelesen habe. Mir gefiel der Film sehr sehr gut, weil er ein tolles Gefühl vermittelte, welches das Wort „unendlich“ ziemlich gut beschreibt. Mir während des Lesens Logan Lerman vorzustellen, war eigentlich ganz gut, weil ihm die Rolle sehr stand. Nun aber zu dem Buch.
Ich weiß nicht, wie man es beschreiben soll. Es geht um den 16 jährigen Charlie, der auf die Highschool kommt und mit dem „üblichen“ Zeug konfrontiert wird. Drogen, Alkohol, Mädchen, Freunde, Stress und zu allem Überfluss ist er etwas.. nennen wir es seltsam. Das Buch ist nicht in Kapitelform sondern in Briefen geschrieben. Charlie schreibt an eine Person, die er dutzt. Man fühlt sich selbst angesprochen, da er keinen Namen nennt. Im Laufe des Buches werden die Briefe immer länger und Charlie schüttet dem Leser sein ganzes Herz aus.  
Charlie hat eine besondere Bindung zu seinem Englisch Lehrer Bill und bekommt von ihm immer Bücher zum lesen und bearbeiten. Den Sinn davon habe ich nicht verstanden, auch wenn Bill es später erklärt. Es bleibt irgendwie etwas seltsam, denn schließlich macht Charlie ohne Ende freiwillige eigentlich überflüssige Arbeit.
Zwischenzeitlich hat sich das Buch ganz schön gezogen. Irgendwann war es eine einfache Highschoolstory, aber man wartete auf dieses „Oh mein Gott“ Erlebnis oder dieses Erlebnis, wenn man gebannt auf dieses Buch starrt und sich wünscht, dass es nicht endet!
Mir fällt es sehr schwer dieses Buch zu beschreiben, weil es etwas besonderes ist. Das „Oh mein Gott“ Erlebnis hatte ich kurz vorm Ende, wo es wahrscheinlich jeder Leser haben wird. Ich dachte es gibt ein ödes Ende, dachte das Buch ist langweilig und geht genauso zu Ende, aber dann ändert sich alles. Das Ende im Buch ist das selbe wie im Film, aber es hat andere Gründe als im Film. Im Film macht sich Charlie plötzlich Vorwürfe wegen dem Tot seiner Großtante Helen, was für mich schon beim Film gucken sehr weit hergeholt schien, da es aus dem Nichts kam. Das Buch ist jedoch an dieser Stelle ganz ganz ganz anders. 
Doch irgendwas hatte dieses Buch, was es sehr schwerfällig zu lesen machte und einem irgendwie schwer im Magen lag. Charlies Probleme waren einfach anders. Seine Briefe sind ziemlich trocken geschrieben und auch, wenn man ein ganzes Buch über diesen Jungen gelesen hat, weiß man praktisch nichts über ihn. Damit kam ich nicht so gut klar. Er weint oft und die Gründe werden nicht klar.
„Das also ist mein Leben“ ist ein Buch, was wirklich toll geschrieben ist, brilliant durchdacht und den Wow-Effekt erzielt, doch ich glaube es ist nicht für jeden gedacht. Zusätzlich ist es meiner Meinung nach kein Jugendbuch, da ich finde, dass es sehr schwer ist mit Charlies Problemen klar zukommen, auch, wenn man nur der Leser ist. Manchmal fragt man sich, wie Charlie seine Probleme überhaupt kompensiert.
Jeder sollte für sich entscheiden, was er von dem Buch hält. Ich will es nicht schlecht machen, aber auf jeden Fall vor zu hohen Erwartungen warnen. Ich habe auch mehr erwartet als ich bekommen habe, war aber trotzem nicht enttäuscht.
Hier kommt ein Mal die Ausnahme von der Regel zum Zug. Der Film mit dem Titel „Vielleicht lieber Morgen“ ist meiner Meinung nach besser als das Buch. Man kann Charlie besser verstehen ohne ihn als „seltsam“ zu empfinden. Außerdem ist der Teil mit dem „grenzenlos sein“ oder „unendlich sein“ besser dargestellt und nachvollziehbar, ja fast schon episch. 
Zu aller letzt möchte ich noch was zu der Übersetzung sagen. Meiner Meinung nach ist diese recht schlecht. Ich habe das englische Buch nicht gelesen, aber man merkt manchmal, dass die Wort schlecht gewählt sind. z.B. „grenzenlos“ für „infinite“. 

Meine Bewertung

2 von 5 Sternen

Es ist als Jugendbuch meiner Meinung nach falsch deklariert.
Außerdem habe ich es überschätzt. Hatte zu hohe Erwartungen, weil alle begeistert waren. Das Buch basiert auf Charlies Art eher an andere als an sich zu denken, was auf Dauer anstregend bzw. schon fast langweilig ist, da man was über Charlies Leben erfahren will und nicht nur über das der anderen. Ansonsten aber ganz ok zum lesen. 

Jeder der möchte kann mir einen Kommentar hinterlassen und mir seine Meinung mitteilen.

   

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