American Gods – Neil Gaiman – zwischen Mythologie und Knast

Als Shadow aus dem Gefängnis entlassen wird, ist nichts mehr wie zuvor. Seine Frau wurde getötet, und ein mysteriöser Fremder bietet ihm einen Job an. Er nennt sich Mr. Wednesday und weiß ungewöhnlich viel über Shadow. Er behauptet, ein Sturm ziehe auf, eine gewaltige Schlacht um die Seele Amerikas. Eine Schlacht, in der Shadow eine wichtige Rolle spielen wird … Eines der meistbeachteten Bücher des letzten Jahrzehnts: eine kaleidoskopische Reise durch die Mythologie und durch ein Amerika, das zugleich unheimlich vertraut und völlig fremd wirkt. 

American GodsDass ich ein großer Mytholgie-Fan bin, sollte bei meiner Rick Riordan Verehrung kein Geheimnis mehr sein. Umso mehr freute ich mich nun auf „American Gods“. Obwohl das Buch schon etwas älter ist, hat es durch den mitreißenden Klappentext seinen Weg in mein Bücherregal gefunden.

Mit Shadow hat man einen recht flachen Protagonisten, wobei es auf Tiefe hier tatsächlich überhaupt nicht ankommt. Man findet seinen Weg zum Protagonisten und kommt irgendwann gut mit ihm klar.
Wie immer wird ein Mensch vor die Wahl gestellt: Alles ist verloren, was tust du nun?

Natürlich ist die Story ein wenig anders. Etwas besonderer, als die eines 0815 Romans. Man stolpert über Götter, erfährt Geschichten, die völlig abseits der Hauptstory spielen und wird hin und wieder auch ein wenig verwirrt.
Mich hat das mit den aus dem Kontext gerissenen Storys alle paar Kapitel ein wenig gestört. Ein paar waren relevant, man hat den Sinn verstanden, andere standen völlig ohne Sinn einfach so im Raum rum.
Der Schreibstil gefiel mir recht gut, bis auf die schlechte Angewohnheit Handlungen augenblicklich einen Schritt weiterzuführen. Der Satz endet und im nächsten Satz waren die Charaktere auch schon ganz wo anders. Diese enormen Sprünge sind irgendwann furchtbar anstrengend, weil sie den Lesefluss völlig durcheinander bringen.
In der Mitte des Buches zieht sich die Story ein wenig und tritt auf der Stelle herum, wobei mir das Ende, also die letzten 200 Seiten, unglaublich gut gefallen haben. Die Mythologie kommt hier zum Höhepunkt und ein paar Dinge wurden aufgelöst, die mir im Verlauf aufgefallen sind und mir ein wenig bekannt vor kamen. Hier war alles super rechechiert, sehr charmante Verbindungen zu den jeweiligen Mythologien wurden gebaut und ich war das erste mal richtig an das Buch gebunden.

Fazit:

Da das Buch von vielen sehr hoch gelobt wurde, habe ich mir ein wenig mehr davon erwartet.
Der Schreibstil ist nett, jedoch manchmal sehr abrupt und abgerissen.
Ich bin ein großer Fan von, nennen wir es „künsterlische Freiheit“, jedoch fand ich die Zwischenkapitel manchmal ein wenig too much.
Ein Pluspunkt gibt es für das Cover, das mir wirklich sehr gut gefällt.
Die mythologischen Bezüge, grade am Ende, reißen mein Herz jedoch an sich und machen das Buch und die Geschichte um Shadow am Ende doch recht rund.

Erschienen am: 16. Juni 2001
Seiten: 672
Format: Taschenbuch
Autor:
Neil Gaiman
Preis: 14,00€
Kaufen: KLICK oder in eurer örtlichen Buchhandlung!
Teilen auf:

Ein Kommentar

  1. Schöne Rezension!
    Das Buch möchte ich auch noch gerne lesen 🙂

    LG Christina
    http://www.luiline.blogspot.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Solve : *
17 + 21 =


*