Deutsch – Englisch Vergleich: Paper Towns – Margos Spuren – John Green

 “You will go to the Paper Towns.
And you will never come back.” 

 

Paper TownsNachdem ich vor knapp einem Jahr „Paper Towns“ von John Green auf Englisch gelesen habe, warte ich auf die deutsche Hardcover Ausgabe aus dem Hanser Verlag.
Dass ich ein großer John Green Fan bin, sollte für aufmerksame Leser nichts neues mehr sein.
Da grade „Margos Spuren“ im Kino läuft, habe ich mir gedacht, dass das jetzt der richtige Punkt ist den Deutsch-Englisch Vergleich endlich mal loszuwerden.

Außen angefangen fällt mir einiges zum Cover ein. Das Cover vom gebundenen Buch ist super. Es ist schön simpel gehalten. Die beiden Softcover gefallen mir im Gegensatz überhaupt nicht. Weder das Filmcover, noch das orginal Ausgaben Cover. John Greens Bücher leben im Englischen auch von den wundervollen Covern. So richtig verstanden haben das die deutschen Verleger anscheinend noch nicht.

Doch weiter zum Buch.
Die Übersetzung ist größtenteils unglaublich gut gelungen, was schon bei „Eine wie Alaska“ und
„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ der Fall war. Da ich beide Titel ebenfalls auf Englisch und auf Deutsch gelesen habe, ist mir das halt besonders aufgefallen.
Ich hatte 1 zu 1 die gleichen Bilder und Gedanken im Kopf, wie im Englischen. Das muss eine Übersetzung erst mal schaffen.
Paper Towns
Zur Story sage ich mal recht wenig: man muss sie mögen.
Ich kann durchaus nachvollziehen, wenn Leute nicht besonders begeistert von ihr sind. Ich mag sie jedoch sehr. Dass die Art und Weise wie John Green weibliche Charaktere darstellt unglaublich genial ist, brauche ich hoffentlich nicht mehr sagen. Wenige Klischees, ernsthafte Gedanken und Probleme von Jugendlichen im +16 Alter. Das mag ich total. Endlich mal ein Autor, der sich seiner Vorbildsfunktion bewusst ist.

Schon als kleiner Junge war Quentin in die schöne, impulsive Margo verliebt – und schon damals war sie ihm ein Rätsel: Niemand konnte so mutig und entschlossen sein wie sie, niemand wirkte so unnahbar. Nachdem Quentin Margo bei einem nächtlichen Rachefeldzug geholfen hat, verschwindet diese urplötzlich und hinterlässt geheimnisvolle Spuren. Quentin ist verwirrt: Sind die Spuren für ihn? Soll er die Suche aufnehmen? Doch dann verfolgt er jeden Hinweis und befindet sich plötzlich auf einer Reise voller Abenteuer, irgendwo zwischen Roadmovie, Detektiv- und Liebesgeschichte. Der dritte Roman des vielfach ausgezeichneten Autors aus den USA.

Greens Schreibstil ist einfach nur super. Sowohl im Englischen, als auch im Deutschen kommt dieses gewisse Feeling rüber, was seine Bücher auszeichnet. Grade viele Jugendlichen scheuen sich davor englische Bücher zu lesen, weil sie Sorge haben nichts zu verstehen. Jedoch ist Green der wahrscheinlich beste Autor um sich an englische Literatur ranzutasten. Er schreibt simpel, gut verständlich und mit einem verhältnismäßig kleinem Vokabular, was die Einfachheit und Verständlichkeit im Englischen für deutsche Leser so möglich macht.
Also keine Sorge und Scheu, rann an die englischen Bücher! Ihr werdet es nicht bereuen.

Die wichtigen Sätze, Zitate und Ideen wurden gut übersetzt, auch, wenn ich, zugegebener Weise, beim deutschen Trailer ekelige Gänsehaut bekommen habe, als sie „Plastik Städte“ anstatt „Paper Towns“ sagt. Aber im Laufe des Buches scheint es irgendwie zu passen. Es erfüllt seinen Sinn und Zweck und klingt doch völlig in Ordnung. Also ziehe ich hier mein vorläufiges Motzen zurück.
Margos Spuren
Alles in allem wurde das Buch super übersetzt, die Story bleibt auf ihrem Niveau und verliert nicht, wie viele anderen Bücher, durch die Übersetzung an Qualität.
Jedoch würde ich auf jeden Fall, zur Hardcover Ausgabe greifen. Im Schrank passt sie perfekt zu „Eine wie Alaska“ und „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Außerdem ist das Cover deutlich schöner und durchdachter, als das Softcover!

Wer keine Lust hat auf Englisch zu lesen, hat auf jeden Fall keinerlei Nachteile gegenüber zu den Englisch-Leser. Allein das ist der wichtigste Aspekt, wenn man aussagekräftige Bücher, wie die von John Green übersetzt liest. Doch da kann ich wirklich jeden beruhigen. Die Übersetzung ist klasse und nimmt der Englischen eigentlich gar nichts.

Kaufen könnt ihr die beiden (oder eins der beiden) Bücher hier:
Englisch
Deutsch

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