Doctor Who – der 12. Doctor – Der wilde Planet

Noch unter dem Einfluss seiner jüngsten Regeneration stehend und mit einem neuen Kopf, voller Fragen, schnappt sich der Doctor Clara Oswald und es geht auf die Reise zu einer seltsamen, weit entfernten Welt. Clara hatte sich eigentlich auf einen normalen Abend und den Versuch eines Dates eingestellt, stattdessen findet sie sich plötzlich inmitten einer exotischen Landschaft mit wilden Lebewesen wieder – und das in ihrem besten Ausgehkleid. Und sie weiß nicht einmal, wonach der Doctor hier sucht, oder was da eben versucht, sie zu töten!
Die Comics zur BBC-Erfolgsgeschichte!
Der Doctor ist zurück! Doctor Who?

Nachdem die Comics um den zehnten und elften Doctor schon verdammt gut waren, hatte ich wenig Zweifel, als dieses kleine Schmuckstück in der Post lag.
Die Geschichte um den künstlich veränderten Planeten und die beiden hübschen Inderinnen erscheint viel größer als die vorherigen Erzählungen um den Timelord. Die Zeichnungen sind passend zum indischen Umland wundervoll coloriert und detailiert. Jedoch erscheinen mir Clara und der Doctor nicht so schön getroffen, wie der zehnte und der elfte Doctor in den Comics davor. Sie wirken ein wenig lieblos und es fehlen wichtige Details. Der zwölfte Doctor scheint ein wenig charakterlos, es fehlt der ernste Charme und den leichte Distanzierung des Schotten.

Im Gegensatz du den anderen Comics reist der Doctor nicht mit einem zufälligen Companion, den er im Laufe des Comics trifft, sondern mit Clara selbst, was ein wenig steif erscheint. Diese Kinderkrankheit zieht sich jedoch auch durch die achte und neunte Staffel der Fernsehserie. Alles wird etwas gezwungen und so richtig wohlfühlen tun sich die Charaktere anscheinend nicht. Der Doctor ist nur genervt von Clara und Danny, lässt ständig Sprüche ab, die in der Serie schöner geschrieben sind, hier aber sehr gezwungen wirken und sich mehr wie vorwurfsvolle Seitenhiebe anfühlen. Das kratzt ein wenig an der Atmosphäre des Comics und macht die Geschichte etwas unangenehm.

Doctor Who
Das Franchise „Doctor Who“ packt aus

Doch die Nebencharaktere sind unfassbar stark in der Geschichte. Die beiden Inderinnen sind sehr schön geschrieben und wundervoll stark und herzlich. Auch, dass die Darstellung von homosexuellen Pärchen durchaus ohne Verklemmtheit oder Gezwungenheit passieren kann, wird hier mal wieder gezeigt, das kann das Franchise einfach.
Auch die Schauplätze sind richtig toll gewählt. Nicht nur einen total überspitzen Tropenplaneten gibt es, sondern auch Indien in einer Art und Weise, die Fernweh aufkommen lässt und trotz der unangenehmen Story-Situation ein ganz romatisches Gefühl aufkommen lässt.

Fazit:

7 von 10 Sternen

Der 3. Teil der Doctor Who Comics schwächelt deutlich im Gegensatz zu Teil 1 und 2. Die Charaktere wurden nicht so gut getroffen wie in den anderen Teilen. Die Charakterschreibung wirkt ein wenig halbherzig und „mal eben schnell“ gemacht. Umso schöner ist die Geschichte an sich und die Schauplätze, sowohl Indien, als auch der wilde Planet. Eine wunderschöne Colorierung zeichnet so deutlicher die Farbenvielfalt der Orte ab und tröstet ein wenig über die Charakterzeichnung hinweg.

Danke an Panini für das Rezensionsexemplar!

Erscheint am: 21. März 2016
Seiten: 132
Format: Softcover
Original-Storys:
Doctor Who 12.1
Autor:
Robbie Morrison
Zeichner:
Dave Taylor
Preis: 16,99€
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