Harry Potter and The Cursed Child – Joanne K. Rowling

Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden.
Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will.
Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Eine neue Reise beginnt, doch an Stelle von Harry Potter, ist unser Hauptcharakter diesmal sein Sohn Albus Severus. Albus und Harry haben so ihre Probleme. Teils typisch pubertär, teils wirklich schwerwiegend. Im Schatten des großen Harry Potter lebt es sich halt nicht so leicht.
Doch Albus geht seinen ganz eigenen Weg und bekommt schneller als nötig die Möglichkeit zu beweisen, dass er selber auch die Kraft hat die Welt zu retten, denn er muss sich einer scheinbar unschaffbaren Aufgabe stellen.

img_6978Die anfänglichen Zweifel an dem Theaterstück fielen nach den ersten paar Seiten ab und es wurde recht angenehm die Geschichte auf diese Art und Weise zu lesen. Auch, wenn das Pacing des Buches recht schwierig ist, was aber schlichtweg der Form geschuldet ist. Zehn Seiten und plötzlich ein Sprung in der Größe eines Jahres. Gewöhnungsbedürftig.
Die Charaktere sind bis auf ein paar kleine Ausnahmen (Ron & Snape) wirklich gut getroffen und die Idee mit den Zeitreisen ist toll, pikst aber genau wegen der Realitätsferne viele Fans an und kann ihnen nicht wirklich ein neues Zuhause bieten.
Albus merkt schnell, dass die Zeit mächtiger als jeder einzelne Mensch. Das scheint ihn zu übermannen, doch besonders in diesesn Zeiten merkt er, wie wertvoll Freunde sind.
Harry Potter and The Cursed Child ist anders. Das muss man akzeptieren und mögen um in diesem Buch eine schöne Erfahrung zu finden. Dass ein Universum Platz für Ableger bietet, ist unbezahlbar, doch trotzdem ist wie immer Koexistenz möglich. Das Buch ist keine Pflichtlektüre, gehört auch definitiv nicht zur Hauptgeschichte und erst recht nicht „Band 8“, doch es schlägt sich trotzdem recht gut.
Kritiken, wie zum Beispiel die fehlende homosexuelle Beziehung zwischen Albus und Scorpius sind durchaus berechtigt, jedoch kann man sich wie immer streiten, ob sowas nicht der Fantasie des Lesers überlassen werden sollte. Andererseits werden das heterosexuelle Beziehungen auch nie. Ein wenig mehr Mut von Seiten der Schreiber hätte ich mir hier durchaus gewünscht.
Doch es ist und bleibt eine ganz besondere Reise. Eine Reise mit alten Freunden, für die man offen sein muss. Ist man das aber, wird man von dem Hammer der Gefühle voll ins Gesicht getroffen und findet sich nicht nur ein mal mit einem Tränchen im Gesicht wieder.
In dem Buch steckt verdammt viel, verpackt in ganz wenig. Hundert Seiten mehr hätten dem Buch nicht geschadet, vielleicht aber dem Konzept, denn es ist und bleibt nur das Skript eines Theaterstückes.
Dementsprechend sollte man auf jeden Fall einen Blick auf die Aufführungen werfen und das Buch schlichtweg als diese  kompromisslos anerkennen.

Fazit – Harry Potter and The Cursed Child:

Eine Reise, die einem entweder das Herz brechen, oder genau den richten Nerd treffen wird. Doch wer mutig genug ist diese anzutreten, wird auch belohnt. Rowling und ihre Kollegen zeigen uns neue Fassetten unserer Lieblingswelt und spielen mit altbekannten Ideen und Tricks um unser Herz zu gewinnen.
Rückblickend würde ich die Erfahrung vermutlich für kein Geld der Welt wieder abgeben.
Was sich anfühlt wie eine sehr, sehr gute Fanfiction, ist jetzt Teil unserer Gegenwart, der Gegenwart und der Welt um den Jungen der lebte.

Erschienen am: 31. Juli 2016
Seiten: 343
Format: Gebunden
Autor:
J.K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne
Preis: 19,99€
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