Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson

Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler

Was heißt es eigentlich sich selbst zu finden? Sich auszuprobieren? Sich zu entdecken und sich von niemandem auf der Welt aufhalten zu lassen? Was heißt es eigentlich ich selbst zu sein?
Noah und Jude stellen sich dieser Frage, werden sich selber des Öfteren furchtbar fremd und verlieren den sonst so guten Kontakt zueinander, denn Zeiten ändern sich.
Lost Cove ist ein ruhiges Städtchen, in dem die beiden stillen Rebellen Noah und Jude aufwachsen. Die beiden Zwillingen sind unfassbar begabte Künstler, doch das Zwischenmenschliche kommt ihnen nicht nur ein mal in den Weg.
Gemeinsam mit den Zwillingen erleben wir nun eine Geschichte, die emotionaler und rührender kaum sein könnte.

Ich gebe dir die SonneJandy Nelson schreibt, wie niemand zu vor. Ihre Wortwahl, der Schreibstil und die Vergleiche sind unfassbar grandios. Sie zeigt, dass man Worte nicht nur lesen, sondern auch fühlen, hören und schmecken kann. Die Art und Weise wie sie Vergleiche, Metaphern (Noahs “Bildtitel”) und Zwischenüberschriften verwendet, überschreitet den Horizont der meisten Young Adult Autoren. Sie lässt von alten, eingefahrenen Schreibstilen los und bildet ihre eigene, kleine Welt, in der Worte anders funktionieren.
Der Schreibstil fesselt, die Metaphern begeistern und rühren Dinge in einem, von denen man nicht wusste, dass sie existieren.

Noah und Jude sind zwei ganz besondere Teenager, die irgendwann über die Frage stolpern “ist es okay anders zu sein?” und vor allen Dingen “Wie sage ich das Mum und Dad”. Doch es sind nicht die zertrampelten Klischeepfade, die man in diesem Buch beschreitet, es fühlt sich alles irgendwie neu an. Als wäre es die erste Young Adult Geschichte, die ich jemals lesen würde.

An manchen Stellen hakt das Pacing des Buches, wodurch die doch recht umfangreichen Kapitel (Zeitsprünge) ein wenig zu langatmig wirken und zum Stolpern einladen, wenn man nicht in einem Rutsch das Kapitel durchliest. Grade in der Mitte des Buches wäre ein bisschen weniger Kontext oder Gegenwart doch angenehmer gewesen, versauen das Erlebnis jedoch absolut nicht.

Fazit- “Ich gebe dir die Sonne” – Jandy Nelson:

Ein Buch, das seinesgleichen sucht. Ein fantastischer Schreibstil und Emotionen, die sich in Netzhaut und Herz des Lesers einbrennen und auch noch Wochen danach irgendwo im Zwischenspeicher sitzen und einen nicht loslassen wollen.

Erschienen am: 21. November 2016
Seiten: 480
Format: gebunden
Autor:
Jandy Nelson
Preis: 17,99€
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