Shadow Tactics – Blades of the Shogun – I’M A NINJA!

Ein Echtzeit-Strategiespiel mit Stealth-Elementen. Dass wir sowas in 2017 noch erleben dürfen. Acht Monate nachdem Mimimi-Productions Baby Shadow Tactics für den PC erschienen ist, kommen nun auch Konsoleros in den Genuss des frischen Ninja-Spiels des deutschen Entwicklerstudios.

Japan, 1615. Unser Shogun hat es nicht leicht und ist ständig Anschlägen und Überfällen ausgesetzt. Deshalb machen wir uns nun in einem Team aus insgesamt 5 verschiedenen Charakteren auf den Weg den Gegnern das Licht auszuknipsen. Doch anstatt „in die Fresse“-Konfrontation, gibt es Niespulver, Shuriken und Sniper. In Shadow Tactics machen wir das, was wir seit Jahren in Assassin’s Creed versuchen, aber nicht so richtig hinbekommen – schleichen. Und holla, funktioniert das gut. Aus der Vogelperspektive haben wir eine Übersicht über die ganze Map. Kein Fog of War, wir können alles sehen. Auf den verschiedenen Maps sind unsere Gegner weit und in großen Mengen verteilt und unsere Aufgabe ist es so leise und unbemerkt wie möglich an unser Ziel zu gelangen. Da wir die Charaktere durchwechseln können, ist es jedem Spieler damit freigestellt, wie er das Ganze anstellt. Ob konfrontativ, leise und schlicht, fies gemein oder als Massenmord. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Shadow Tactics

Du, du, du und du, mitkommen!

Fünf Charaktere stehen uns in Shadow Tactics zur Verfügung. Hayato, der klassische Ninja mit Shuriken, Yuki, die Diebin mit einer fiesen Falle und pfeifen, Aiko, mit tödlicher Haarnadel und Niespulver. Diese drei haben alle die Fähigkeit gut klettern zu können. Dächer, Ranken und Co sind für sie also kein Problem. Die letzten beiden im Bunde, Mugen und Takuma, haben es da schon ein wenig schwieriger. Mugen ist ein klassischer Samurai. Super stark, mit einer Wirbelattacke mit der er drei Gegner töten kann und einer Sakeflasche, die eben diese ablenken kann. Takuma ist der Sniper der Truppe. Er hat Bomben und seine Scharfschützengewehr dabei, viel mehr kann der gute Herr aber auch nicht, denn er hat seine besten Tage hinter sich.

Shadow Tactics
We’re going on an adventure!

In insgesamt 13 Leveln durchschreiten wir nun mit verschiedenster Besetzung das japanische Edo-Zeitalter und sorgen für Recht und Ordnung. Die Entwickler haben es sich nicht nehmen lassen, jedes Level einzigartig zu machen. Die Maps sind alle liebevoll und wunderschön detailliert gebastelt. Durch ihren leichten Comiclook und die Vogelperspektive fühlt es sich so schön alt an, ohne in Sachen Grafik einen Schritt zurückzugehen. Die schwarzen Outlines verpassen den Objekten eine schöne Deutlichkeit, die Farben sind großartig und wunderschön gewählt. Jedes Level ist eine Augenweide und man möchte eigentlich gar nicht weiterlaufen, sondern sich die unfassbar tolle Grafik anschauen.

Das Gameplay ist und bleibt das einzige, kleine Manko. Ab und an wird es dann doch mal ein wenig hakelig. Die Kameraführung an der PlayStation gefiel mir leider nicht ganz. Ich musste sie im Menü invertieren und brauchte ein wenig um mich daran zu gewöhnen, was anscheinend laut Feedback von Freunden nur mein Problem war. Durch die vielen Möglichkeiten und den Umfang der Aktionen, gibt es hier und da mal Tastenchaos und man braucht recht lange um ein Gefühl dafür zu bekommen. Damit ist das Spiel leider keine perfekte Lösung für die Konsole, sollte aber niemanden, der sich die Zeit nimmt, einschränken.

Shadow Tactics

Prepare for loading

Selten gab es ein Spiel in dem ich so häufig neu geladen habe. Shadow Tactics lebt davon, dass man immer und immer und immer wieder neu rumprobiert. Neu lädt, anders probiert. Grade in Kombination mit dem Shadowmode ist neuladen ein ständiger Begleiter. Doch Frust entsteht, eigenartigerweise, nicht. Denn am Ende des Tages liegen alle Fehler bei einem selbst. Shadow Tactics zeigt dem Spieler auf diese Weise ganz großartig, dass es noch Videospiele gibt, bei denen man nachdenken muss, die grauen Zellen einschalten muss und Herumprobieren dazu gehört. Das Spiel lebt von Planung, hat keine übermächtigen Gegner und bestraft den Spieler, wenn er Fehler macht. Das Prinzip ist mal wieder ein recht frisches, was wir so in der Gamingwelt lange nicht mehr gesehen haben. Klar, viele mögen jetzt an Dark Souls denken, aber Shadow Tactics macht das anders. Es ist mein Fehler, ich weiß es, ich muss das ausbaden. Ich habe nicht aufmerksam genug geschaut. Drei verschiedene Schwierigkeitsstufen stehen uns zur Verfügung. Leicht, Normal und Hardcore. Doch die generelle Schwierigkeit des Spieles ist schon recht knackig. Jedes Level hat fiese Herausforderungen und stellt einem immer neue Hindernisse in den Weg. Seien es die Schritte im Schnee, Tiere oder Verkleidungen. Im Zweifelsfall sind es einfach nur sehr, sehr viele Wachen, die uns jeden Weg versperren, doch es gibt immer einen Weg und den werden wir finden.

Fazit – Shadow Tactics – Blades of the Shogun:

Mimimi-Productions geht einen mutigen Schritt in eine, hoffentlich, vielfältigere Zukunft. Sie kramen das Echtzeitstragie-Stealth-Genre á la „Commandos“und „Desperados“ noch mal raus und packen es in eine schicke, neue Hülle, die sich sehen lassen kann. Trotz des etwas hackeligen Gameplays, welches oft der Kamera geschuldet ist, ab und an, besticht das Spiel mit tollen Dialogen, einem unfassbar schönen Grafikstil und frischem Wind, den es in der Gamingwelt einfach viel zu selten gibt.

Danke an Daedalic für den Promocode!

Erscheint am:  28. Juli 2017
USK: 16
Publisher: Daedalic
Entwickler: Mimimi Productions
Konsole: PS4 (gespielte Konsole), PC, Xbox One
Kaufen: Amazon*,  SteamPS-Store

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