Arena – Holly Jennings – Wenn Dystopie daneben geht

Eine neue Heldin erobert die Fans von Ready Player One und Die Tribute von Panem

Im Jahr 2054 ist das Sterben Alltag in Kali Lings Job: Sie ist eine virtuelle Gladiatorin, eine der besten in der Profi-Liga, die jedes Wochenende die Massen vor die Bildschirme zieht und Milliarden einspielt. Zwar beendet ein virtueller Todesstoß nicht wirklich Kalis Leben, doch der Schmerz ist höchst real. Zum Ausgleich winken Ruhm, schnelles Geld und wilde Partys.Als ihr Teamkapitän Nathan an einer Überdosis stirbt, wird Kali zum ersten weiblichen Kapitän befördert. Mit dem attraktiven, arroganten Rooke stellt man ihr jedoch auch einen neuen Kollegen an die Seite, der sie in mehr als einer Hinsicht herausfordert. Dann begeht Kali den Fehler, Fragen nach Nathans Tod zu stellen …

Leben und Sterben in der virtuellen Welt – Holly Jennings temporeiche Dystopie garantiert ein Leseerlebnis auf der Überholspur

Ein spannendes Crossover der Tribute von Panem und Ready Player One? I’m in. Deshalb landete das Buch recht schnell bei mir. Beide Franchises mag ich sehr und Dystopien gehen immer. Doch es ist halt nicht immer alles, wie man es sich vorstellt.

ArenaAls virtuelle Gladiatorin ist Kali stets im Stress. Sie muss jedes Wochenende um ihr Leben kämpfen – virtuell, versteht sich. Zwischen den Matches lenkt sie sich mit Sex, Partys und Drogen ab. Was nach einem recht netten Ansatz klingt, geht in dem Buch leider völlig in die Hose. Kali ist eine Mischung aus eines 0815 Klischee-Mädels und einer kleinen Rebellin. Die Rebellin ist jedoch recht .. stumm. Denn auch, wenn Kali in ihren Gedanken stets schlagfertig ist, bekommt sie nicht wirklich einen Ton raus. Dann landet sie mit einem Arschloch im Bett, der an ihrer Seite stirbt. Anschließend fragen ihre Freundinnen, direkt nachdem die Leiche abgeholt worden ist, ob zwischen den beiden denn etwas ging. Genau so anstrengend und wenig authentisch gestalteten sich die ersten 60 Seiten des Buches. Anstatt spannenden Charaktere, bietet das Buch recht einseitige Klischees, extrem widersprüchliche Verhaltensweisen und absolut absurde Reaktionen der Protagonistin. Sowohl Plot, als auch Charaktere wirken wie aus einer Fanficition, die sich an jeglichen Klischees und Stereotypen bedient, die die fiktionale Welt zu bieten hat.

Das Potential der Geschichte ist unverkennlich. Die VR-Idee muss in Zukunft weitergeführt werden, daran geht absolut kein Weg vorbei. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt und bieten ein großes Spektrum an Vielfalt, das hier schlichtweg einfach nicht genutzt wurde.

Fazit:

Arena war für mich ein absoluter Fehlgriff. Nach 60 Seiten landete das Buch in meiner örtlichen Bibliothek als Sachspende, weiterlesen konnte ich es nicht. Die schiere Menge an Klischees und widersprüchlichen, unauthenischen Charakteren haben das Buch ungenießbar gemacht. Für mich fiel es damit leider vollkommen raus. Wer jedoch auf fanfictionartige Geschichten steht, die flache Charaktere in den Vordergrund rücken und keine Ansprüche an Authentizität stellen, könnte an Arena zumindest ansatzweise Spaß haben.

 

Erschienen am: 1. September 2017
Seiten: 400
Format: Taschenbuch
Autor: Holly Jennings
Preis: 14,99€
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