Uncharted: Drakes Schicksal – Aller Anfang ist schwer

Ein 400 Jahre alter Hinweis im Sarg von Sir Francis Drake schickt einen Glücksritter unserer Zeit auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz von El Dorado und führt zur Entdeckung einer vergessenen Insel mitten im Pazifik. Die Schatzsuche wird zu einem tödlichen Wettlauf, als Nathan Drake auf der Insel bruchlandet und von Söldnern gejagt wird. Zahlen- und ausrüstungsmäßig unterlegen müssen Drake und seine Gefährten ums Überleben kämpfen, während sie die auf der Insel verborgenen schrecklichen Geheimnisse lüften.

Unsere aller erste Reise mit Nathan Drake beginnt, erst recht ruhig, dann recht holprig, doch wie soll es auch anders sein. Denn hier startet das Abenteuer mit einem von Sonys größten Actionhelden.
Gemeinsam mit Sully machen uns auf den Weg dem Schatz von El Dorado auf die Schliche zu kommen. Doch wir sind, wie sollte es anders sein, nicht die einzigen die danach suchen.

Drakes SchicksalGespielt auf der PS4 als Remaster sieht Uncharted schon verdammt schick aus. Es macht doch mehr Spaß als gedacht sich durch die verkommenen Tempel und Dschungel-Abschnitte zu wühlen, doch hier finden auch die größten Fehler ihren Anfang.
Uncharted ist schlauchig, verdammt schlauchig. Unangenehm oft steht man vor einer grünen Baumwand, sieht das halbherzig gestaltete Blattgewusel und denkt sich „Ich hätte da drüben auch noch gerne nach Schätzen gesucht“. Ein wirkliches Gefühl von Freiheit entsteht hier nicht. Alles hängt eng und nah beieinander und eine wirkliche Verschnaufpause gibt es nicht. Das kann man positiv sehen, erschwerte mir aber den Abschluss der jeweiligen Kapiteln. Auch, wenn das den Weiterspielwert steigert, empfand ich es eher als unangenehm immer festzustellen Noch ein Dialog?.
Hier merkt man deutlich, dass es der erste Teil der Reihe von Naughty Dog ist, was trotzdem einige Stärken zeigt. Die Kamera- und Deckungssteuerung motzt zwar ab und an, das Gunplay macht aber richtig Spaß und auch, wenn die Auswahl nicht groß ist, versucht man sich mit jeder Waffe anzufreunden und sie auszuprobieren.
Auch das allmächtige Gefühl kommt hier nicht zu kurz und nicht nur ein mal schnetzelte ich mich im ersten Versuch durch Gegnermassen. Damit erfüllt Naughty Dog zwar alle Actionhelden-Klischees, schafft aber damit eigentlich genau den Charakterzug, den man als Spieler in Actionhelden als Erstes sieht und auch wertschätzt.

Die Story ist recht präsent, was die Uncharted-Spiele schlichtweg auszeichnet, doch diese Art des Story-Tellings muss man mögen. Denn viel Entdecken ist hier nicht drin. Außer den Schätzen kann man nichts selber herausfinden, keine coolen, Storyzusätze, keine Bücher die man lesen kann, keine Storyline abseits der Storyline und das ist verdammt schade.
Denn grade ein Spiel, dass auf Mythen, Geheimnissen und Sagen aufbaut, bietet so viel Spielraum und Möglichkeiten, das ein wenig weiter auszubauen.

Drakes SchicksalDas Spiel bleibt anspruchsvoll und spaßig bis zum Bunker. Danach baut es unglaublich ab. Nicht nur, weil dieser Part meiner Meinung nach nicht in dieses Spiel passt, sondern auch, weil alles Schlag auf Schlag passiert und sich nicht gebalanced anfühlt.
Die Story wird abgedreht und fühlt sich augenblicklich vollkommen irre an. Unglaublich schade, grade zum Ende hin.

Die Grafik ist wirklich schick und ich kam nicht drum rum mich das ein oder andere mal ein wenig ausführlicher umzuschauen und auf das Meer zu starren, während meine Gegner zu meinen Füßen an ihrem eigenen Blut erstickten – so richtig romantisch eben.
Auch die Charaktere sind schon recht mitreißend und spannend. Hier wird keine Charaktereinleitung vorgelesen, sondern man spürt jeden Charakter vom ersten Moment an und lernt sie eher nur Taten, als durch Worte kennen. Hier wird es besonders in Zukunft spannend, was aus den Charakteren gebastelt wird.

FazitUncharted: Drakes Schicksal:

Drakes SchicksalUncharted ist und bleibt ein guter Einstieg in eine sehr große Reihe. Die Mechaniken funktionieren schon recht gut und man kann schlichtweg nicht aufhören zu spielen. Was leider auch an der etwas zu dominanten Erzählweise liegt, die selten eine Pause zulässt. Man fühlt sich ein wenig zu fremdgesteuert. Ein paar mehr Story-Gimmiks und Collectables, die wirklich relevant sind und nicht stinke langweilig, wären ein guter Schritt in eine richtige Richtung.
Trotzdem solltet ihr, falls ihr noch nie Uncharted gespielt habt, diesen Teil auf keinen Fall überspringen. Er lohnt sich alle Male.

Erscheint am: 5. Dezember 2007 (Erstveröffentlichung)
USK: 16
Publisher: Sony
Konsole: PS3, PS4 (gespielte Konsole)
Kaufen: KLICK* (PS3), KLICK (PS4)

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2 Kommentare

  1. Hast du die anderen Teile schon gespielt oder das Original? Klingt irgendwie so aber irgendwie auch nicht. Das Geschrieben klingt wie „Sie wurden gespielt“, alles andere zeigt aber irgendwie dass du dich nicht so mit dem Thema Uncharted auskennst.

    • Hallo Frederik,

      Ne, Uncharted 1 ist mein erstes Uncharted, man fängt schließlich mit Teil 1 an. Habe Teil 4 als Let’s Play gesehen und habe das Gameplay angezockt, wollte aber erste 1-3 beenden bevor ich vier ausführlich spiele. Wo liegt genau dein Problem? Und wie soll ich mich mit Uncharted auskennen, wenn ich in der Review grade erst Teil 1 beschreibe? Fänd einen Lösungsvorschlag cool!

      Gruß Caro

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