Wunderbare Worte #1 – Let It Be


 
„When I find myself in times of trouble
Mother Mary comes to me
Speaking words of wisdom, let it be“

Immer und immer wieder komme ich zu den Beatles zurück. Grade, wenn ich nachdenke.  Besonders„Let it be“ bedeutet mir recht viel.
Es passiert mir immer wieder,  dass ich an Dingen hängen bleibe, die mich beschäftigen, meinen Kopf füllen und mich einfach nicht in Ruhe lassen. Sie machen mich sauer, sie machen mich traurig und saugen die Energie aus mir, die ich eigentlich für anderes benutzen sollte.
Ich erlebe mich immer wieder dabei, wie ich versuche Dinge zu ändern, anstatt sie einfach so sein zu lassen, wie sie sind.
Es einfach „sein zu lassen“ ist unfassbar schwer, und doch gleichzeitig so unfassbar
wichtig.
Jeder sollte versuchen für sich festzustellen, was in sein eigenes Sorgenfeld fällt. Sobald man sich bewusst macht, worauf man Einfluss hat und worauf nicht, kann man viel leichter manche Probleme aus seinem Leben schließen.
Manchmal hilft es auch festzustellen, dass man manche Dinge einfach nicht ändern kann.
Ich glaube, dass wir viel zu oft abschweifen, uns auf andere konzentrieren und dort versuchen Fehler auszubügeln, die uns eigentlich gar nicht tangieren.
Generell sollte sich niemand vornehmen, einen anderen Menschen zu ändern.
Jeder kennt das: Menschen um einen herum, die sich nicht so verhalten, wie man es sich wünscht.
Doch manchmal bringen Worte, Taten und Wünsche nichts. Menschen verhalten sich nicht immer so, wie man es gerne möchte. Manchmal gibt es dann nur eine Lösung: Aufgeben, es sein lassen.
Let it be.
Es ist unglaublich entspannend sich auf sich selbst zu konzentrieren und zu versuchen der Mensch zu sein, den man gerne darstellen möchte. Versuchen der Mensch zu sein, den man sich im Leben als Mitmenschen wünschen würde. Das kann nicht nur für einen selbst schön sein. Manchmal können Änderungen an einem selbst auf andere abfärben. Der andere Mensch merkt, dass man sich geändert hat und da wir Menschen uns unglaublich gut anpassen und versuchen unseren Mitmenschen auch ein guter Mitmensch zu sein, verändern sie sich auch.
Doch das klappt nicht immer. Auch hier gilt dann die gleiche Regel:  Let it be.
Trotz all der Hoffnung kann es immer wieder passieren, dass auch das Arbeiten an einem selbst nichts bringt und der Mensch einen weiter enttäuscht. Das ist okay, das passiert. Damit muss man lernen zu leben und sich die Kraft irgendwann vielleicht endgültig aufzusparen. Für bessere Dinge. Für einen selbst.

Etwas sein zu lassen ist die wahrscheinlich größte Herausforderung überhaupt. Das damit einkehrende Ziehen im Bauch, die Gedanken, die Nervosität können einen fertig machen.
Doch im Endeffekt komme ich immer wieder zu dem Punkt zurück, wo ich merke, dass es in meinem Leben eigentlich nur darum geht, dass ich glücklich bin. Dass ich mich mag. Dass ich mich ertragen kann. Dass ich der Meinung bin, dass ich ein guter Mensch bin.
Also warum verschwenden wir als Gesellschaft so viel Zeit damit uns über andere aufzuregen, uns Sorgen zu machen, uns das Maul zu zerreißen und andere Menschen zu beeinflussen?
Warum fangen wir nicht bei uns an? Fangen an uns zu dem Menschen zu machen, den wir als Mitmenschen wollen und nicht die anderen so zu formen, dass sie uns passen und uns selbst dabei völlig zu vergessen.
Warum lassen wir es nicht einfach mal sein?
Einfach mal die Menschen machen lassen.Einfach mal auf uns konzentrieren.
Einfach mal akzeptieren.

Uns einfach mal selbst dran erinnern:  Let it be.

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