Hallo, ich finde deinen Beitrag auf der einen Seite erfrischend auf der einen Seite etwas übertrieben. Man hat das Gefühl, als würdest du komplett alle Buchblogger ansprechen und über einen Kamm scheren. Ich denke zwar nicht dass du das tust, aber naja…trotzdem kommt’s so rüber.
Zu Bücherkrähe: Ich denke nicht, dass es darum geht einzelne kleine Blogs speziell hervor zu heben, sonder vielmehr darum, auf Sie aufmerksam zu machen. Und was um alles in der Welt ist falsch daran? Es bereitet den Leuten Freude und Unterstützung ist ja wohl nicht verkehrt. Ich habe bisher nur äußerst weniger dieser “Hallo toller Blog, folge mir!”-Kommentare gelesen…nein, eigentlich noch nie. Ich selbst folge auch nur den Blog’s die mir Inhaltlich gefallen. Und ich finde auch, dass Kommentare sehr wichtig sind. Mir sind sie sogar Tausendemal lieber als ein “Like”. Und da geht es nicht nur um Erfolg, sondern auch ein bisschen um Anerkennung.
Auf welchen Blog du dich so rum treibst weiß ich nicht, ich erkenne vieler deiner Kritikpunkte – schlechtes Design, Instagram, etc – nur in sehr wenigen wieder. Übrigens machen das viele einfach nur als Hobby, haben keine Zeit eigene schicke Seiten zu hosten oder auch kein Geld sich teure Designs zu kaufen. An erster Stelle steht sowieso der Inhalt. Hier stimme ich dir wiederum zu:
Ich will nicht nur für andere Buchblogger schreiben, denen ich kein Buch mehr vorstellen muss, weil sie es eh schon von sich selbst kennen …oder von hundert anderen Blogs. Ich schreibe auch für die Leute da draußen, die sich einfach mal eine Meinung zu einem Buch einholen wollen oder neue Kauf-Inspirationen brauchen. Nichts desto trotz sind die Hauptleser nun mal andere Blogger. Bevor ich einen Blog hatte, bin ich vielleicht einmal im Jahr auf einen Blog von irgendjemandem gestoßen. Und sind wir mal ehrlich: Kaum einer beantragt einen Newsletter von einem Blog…
Ebenfalls gut ist dein Punkt in Bezug auf die Kreativität: Lieber ein oder zwei Mal im Monat was gutes, anstatt 10 Beiträge die mir einfach nur eine öde Statistik zeigen.
Wow!
Ich habe absolut keine Ahnung, wie du zu deinen Schlüssen kommst, aber soviel interpretatorische Freiheit lässt mein Artikel einfach nicht zu. Du bist meiner Meinung nach völlig über’s Ziel hinausgeschossen.
“Ich möchte auf den Abschnitt „Wie bekommt mein Blog mehr Aufmerksamkeit?“ hinaus. Dieser Absatz hat ganz, ganz viele Probleme. Alles daran ist gut gemeint, aber gleichzeitig super problematisch und macht so viel falsch.”
“Sprich Kommentare schreiben, meistens immer das gleiche „Schöner Blog, wirklich! Schau doch auch mal bei mir vorbei!“ und das hundertausend mal. Überall.”
Du sagst, an dem Absatz ist vieles falsch und du gehst genau auf einen Punkt ein – den ersten – und da habe ich weder dazu aufgerufen, sinnlose Kommentare in die Welt zu spammen noch, wie du auf Twitter geschrieben hast, zu Kommentargrinding. Wenn du den zweiten Satz gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich Gespräche in den Kommentarspalten erwähne. Die entwickeln sich nicht bei einem “Geiler Blog, guck mal bei mir”-Kommentaren. Ich würde wirklich gerne wissen, wie du zu den o.g. Aussagen kommst!
“Laut Bücherkrähe schreiben wir nur füreinander. Also schreiben Bücherblogger ausschließlich für Bücherblogger.”
Habe ich NIE gesagt! Nicht mal im Ansatz. Ja, ich schreibe *auch* für Blogger, weil die nunmal *auch* zu meiner Lesergruppe gehören. Aber wenn du dir meinen Blog angeguckt hättest (was du augenscheinlich nicht getan hast) wüsstest du, dass die Artikel, die sich an Blogger richten, verschwindend gering sind. Ansonsten ist nichts, von Rezensionen über Artikel und Blogspecials hin zu Beiträgen wie Behind the Screens, für Nicht-Blogger unverständlich.
Auch hier: Wie zum Henker kommst du zu deiner Aussage über mich?
Und sorry, ich ziehe mir den Schuh nicht an, den du mir da hinwirfst, denn du hast offensichtlich keine Ahnung von mir, meinem Blog oder was meine Ideen dahinter sind. Du fantasierst dir ein Schreckensbild von Buchblogger zusammen, hängst meinen Namen dran obwohl es in keinster Weise zutrifft, und hoffst, dass es keiner merkt.
ich glaub hier muss einiges aufgeklärt werden. Ich bin anscheinend nicht klar genug mit der Tatsache gewesen, dass ich deinen Artikel als Aufhänger genutzt habe, indem manches falsch verstanden werden kann. Den einen Satz mit dem “Laut Bücherkrähe” habe ich editiert, das stimmt. Wollte damit eine Schlussfolgerung ziehen, hat nicht funktioniert, war kacke formuliert. Ich habe deinen Blogpost gesehen, gelesen und mir gedacht “Hm, das funktioniert so irgendwie nicht”. Ich kenne Bücherblogger und ich weiß, das absolut nicht jeder gleich ist und es genug mit einem hohen Anspruch gibt, jedoch ist die Dichte an 0815 Durschnittskacke und eben den erwähnten Kommentargrindern SO HOCH, dass diese instant negativ auffallen. Dabei weiß ich nicht mals, ob die meisten das absichtlich so machen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir deinen Blog vorher ausführlich angeschaut habe und den Schluss gezogen habe, dass es an dir nichts zu kritisieren gibt. Und das habe ich auch nicht. Ich habe “viele” Buchblogger angesprochen, nicht dich. Habe auch nicht dich und Julia als schlechtes Beispiel hingestellt, sondern ausschließlich als ausschlaggebendes Ereignis, was nicht mals etwas negatives sein soll. Meine Intention durch die Erwähnung deines Artikel war, auf die entstehende Filterbubble hinzuweisen, die durch das ständige Vernetzen untereinander passiert. Dass viele dadurch NIEMALS zu organischem Wachstum kommen. Deshalb habe ich das Prinzip so stark kritisiert. Wie DU das machst, ist hier vollkommen egal. Man muss dazu sagen, dass ich das mit dem Kommentieren absolut als Massenakt aufgefasst habe. Denn es klang halt nicht nach “Lies viel Blogs und kommentiere diese” sondern schlichtweg “Kommentiere diese” und damit tue ICH persönlich mich schwer. Doch da werde ich mich morgen noch mal dransetzten und das ein wenig schöner verpacken, da es wohl für dich unklar ist, was maximal suboptiomal ist, weil du ein Aufhänger warst. Wie ich auf die Aussage über dich zum Thema du schreibst für Blogger komme? Gar nicht. Das war ausschließlich dem falschen Ausdruck geschuldet. Darauf zielend habe ich deine Beiträge auch absolut nicht “untersucht” oder sonst was. Ich bin mir sicher du schreibst für Leser.
Mein großes Problem sind die Folgen, die diese absolut gut und recht gemeinten Tipps mit sich ziehen. Es führt meist dazu, dass junge, naive und Anfänger denken sie können sich ausschließlich durch grinden und Masse beweisen, anstatt durch ernsthaftes Zeitnehmen. Außerdem möchte ich motivieren nicht immer in der Filterbubble zu bleiben. Da krebsen seit Jahren die gleichen Leute rum und es gibt, wo wir beim Thema wären, eben noch viel mehr Leute die Artikel lesen möchten, als nur Buchblogger.
Und einfach nochmal um es zusammenzufassen. Du als Person hast absolut nichts falsch gemacht, lediglich die Nötigkeit eines solchen Posts schmeckt mir nicht richtig. Ich habe nicht dich und deine Bloggerfähigkeiten/Intentionen whatever kritisiert. Der eine Satz war doof, hab ich korrigiert – bitte um Nachsicht.
Habe deine Artikel ausschließlich als Aufhänger benutzt um auf ein Thema zusprechen zu kommen, das man immer sehr schwer anschneiden kann. Da habe ich meine Chance gesehen. Falls es zu missverständlich war im Bezug auf dich, werde ich da noch mal drüber gehen. Meine letzte Intention ist es, jemandem auf die Füße zu treten.
Ich danke dir trotzdem für deinen Einsatz, der Gedanke ist halt echt toll, aber viele andere müssten halt einfach mal probieren, nachfragen und einfach mal einen Schritt weitergehen, anstatt sich immer auf seine Bloggerlisten zu verlassen. Das ist es was ich mir wünsche.
Ich hoffe das war so alles ein wenig nachvollziehbar. Ich wollte dich nicht blöd darstellen, da habe ich nix von und wäre auch menschlich definitiv falsch. Ich werd ein paar Formulierungen ändern, die vielleicht zu scharf, oder auf dich bezogen sein könnten bzw so zu verstehen sein könnten. Das weiß man im Vorhinein schließlich nie.
Danke für deine ehrlichen Kommentar, hätte nicht gedacht, das manches so aufzufassen ist, aber nur so merken wir es schließlich.
Hab einen tollen Start ins Wochenende!
Interessanter Kommentar zu der ganzen Sache. Als völlig neues “Mitglied” der “Bloggercommunity” (ich habe im Mai mein erstes Buch rezensiert) beobachte ich derzeit interessiert alle Entwicklungen. Ich versuche ein Gefühl dafür zu bekommen, was Verlage jeweils von Bloggern erwarten (RandomHouse, Rowohlt und Diogenes scheinen gerne Rezensionsexemplare zu geben, HarperCollins erscheint reservierter), welche Form der Rezension ansprechend ist, welche klassischen Beiträge auf jedem Blog zu finden sind etc.
Ich bilde mir ein, Rezensionen über dem Durchschnitt zu schreiben, dennoch sehe ich ob meines ausbleibenden Erfolges (keine Kommentare, stagnierende Zahlen), dass mir der Unique Selling Point fehlt und ganz offensichtlich auch die persönliche Ansprache der Leser, die zu mehr Interaktion führt. Eine Aktion wie “Kleine Blogs in Sicht” ist für mich da ein Sprungbrett. Ich verstehe deine Kritik daran, aber wenn man es generell als Möglichkeit sieht, kleinen Blogs für ein Wochenende eine Plattform zu bieten, dann wird sich auch da gewiss zeigen, welche Blogs gut ankommen und ansprechend sind, und welche eben nur “einer unter vielen” sind.
Ich bin in dem Zuge auch vor kurzem auf Twitter in eine merkwürdige Debatte geraten, die die genannte Aktion wohl mit beeinflusst hat. Es ging allgemein um Aufmerksamkeit und ich äußerte, dass ich gerne mehr Kommentare auf meinem Blog hätte, da ich Rezensionen schreibe, um mit anderen Lesern in Austausch zu treten. Daraufhin wurde mir (relativ unfreundlich, wie ich fand, aber das Medium Twitter macht Sprache auch gerne härter als sie gemeint ist) gesagt, dass Kommentare nicht alles sind, dass es auch um Besucher und Followerzahlen geht und dass Aufmerksamkeit ja auch ganz anders gemeint sei und vor allem darin besteht, sich mit Bloggern über alles Mögliche, auch Nicht-Blog-Dinge auszutauschen. Was ich grundsätzliche unterschreibe, doch die Aufmerksamkeit, die ich mir wünsche, sind eben Kommentare und Diskussionen, die daraus entstehen. Als Fanfiction-Autorin weiß ich, was für wundervolle Diskussionen mit Lesern in den Kommentaren geführt werden könnten…
Was du zum Thema “Für wen will ich schreiben” sagst, fand ich auch spannend. Als ich als Buchblogger angefangen habe, habe ich mich generell mit Blog-Ideen beschäftigt. Dabei stieß ich auf viele Artikel darüber, wie man mit Blogging Geld verdienen kann – und alle wiesen daraufhin, dass das als Buchblogger unmöglich ist, weil man außer anderer Buchblogger niemanden erreicht, entsprechend die Leserzahlen winzig bleiben und man nicht den gleichen “Influence” hat wie Fashion- oder Beauty- oder Reise-Blogger. Nun schreibst du, dass es doch unser Ziel sei, auch andere Leser, die nicht bloggen, zu erreichen. Natürlich ist das das Ziel, doch frage ich mich: Ist das ernsthaft möglich? Gewiss hat man, wenn man lange genug dabei ist, einige Leser außerhalb der Bloggerszene, doch ich sehe es an meinen Followern: Auf den Social Networks folgen mir zumeist Harry-Potter-Fans, die meine Fanfictions lesen. Sie sind auch alle lesebegeistert und schreiben teilweise selbst. Für meine Blogbeiträge interessieren sie sich dennoch nicht, selbst wenn das rezensierte Buch ihnen gefallen würde.
Auch dein Hinweis, dass man Verlagen für Rezensionsexemplare nicht in den Arsch kriechen soll, ist mir aufgefallen. Ich habe das bisher nicht getan, ich habe einfach angefragt und wenn ich was bekommen habe, habe ich es gelesen und bewertet. Bisher waren da auch keine Totalausfälle dabei (dafür haben Leserunden-Bücher gesorgt…), trotzdem habe ich mich dabei erwischt, dass ich mich fragte, ob ich meine 3/5 für ein HarperCollins-Buch bei denen im Portal veröffentlicht soll und damit riskiere, für immer keine Rezenuonsexemplare zu erhalten, oder ob ich stark zu meiner Meinung stehen sollte. Ebenso tagge ich auf Twitter & Instagram gewöhnlich Verlage, wenn ich deren Bücher rezensiere – bei dem 1/5 Buch von Bastei Lübbe habe ich das ebenfalls nichts getan. Ich veröffentliche diese Meinung durchaus, aber ganz den Mut, sie den Verlagen unter die Nase zu reiben, habe ich noch nicht. Vor allem weil ich keine Erfahrung habe, wie Verlage damit umgehen.
Was mich zu dem nächsten Punkt bringt: Neben all dem PR-Sprech der Verlage muss man sich trotzdem ins Gedächtnis rufen, dass die Wertschätzung von Buchbloggern eine neuere Entwicklung ist. Ich bekomme das Gefühl, dass es bei Rezensionsexemplaren für Buchblogger (oder auch Freibücher bei Leserunden) nicht um Buchbesprechung und Literaturkritik geht, sondern um Hype und dass in den Social Networks über die Bücher gesprochen wird. Entsprechend ist es naheliegend, dass alles, was nicht 4/5 oder 5/5 bei Verlagen nicht gut ankommt, da die sich, wenn sie ernsthaft Interesse an fundierter Kritik hätten, eher an bezahlte Literaturkritiker aus den Feuilletons wenden würden anstatt an junge, meist unausgebildete Hobby-Leser. Ich will damit auch gar nicht die Leidenschaft und die Tiefe in Abrede stellen, mit der Buchblogger ihre Blogs betreiben, denn ich sehe, dass das da ist – aber ich habe den Eindruck, Verlage sehen das nicht, vor allem weil sie es nicht sehen wollen und ganz andere “Leistungen” von den Bloggern erwarten. Aber wie gesagt – ich bin erst seit Mai dabei und als jemand, der lange genug im Journalismus und in Community-Management-Positionen, die immer mit PR verbunden waren, tätig war, habe ich generell immer erstmal eine sehr skeptische, negative Sicht auf die Dinge.
Ich weiß nicht, ob die Dinge, die ich geschrieben habe, eine Aussage haben, aber das alles schwirrte mir schon ewig im Kopfe herum und ich fand, es passte ganz gut hier hin.
hab deinen Kommentar gerade gelesen und wollte dir zu deinen Gedanken bezüglich der Bewertung antworten. Ich habe zwar nur sehr selten Bücher dabei, die ich angefragt habe, die ich dann sagen wir mit 3 und weniger bewertet hatte (wobei ich auch gar nicht mehr dieses Bewertungsschema nutze mittlerweile, sondern nur in Worten ausdrücke, wie warum und was gefiel oder nicht), aber wenn, dann sag ich das erhlich, kritisiere das Ganze. Wenn es Dinge sind, die quasi schreiberisch nicht falsch sind, aber nur mir persönlich nicht taugen, dann formuliere ich das so. Und bisher hat da noch kein Verlag Probleme gehabt – im Gegenteil, denen ist in der Regel auch wichtig, dass man ein ehrliches Feedback gib. Ich finde, solange es eben begründet und sachlich ist und du jetzt nicht den Autor, das Buch einfach niedermachst, ohne es belegen zu können, ist es wichtig und richtig, dass offen zu sagen. Ich hatte auch schon Reziexemplare, die ich abgebrochen habe, auch das ist für den Verlag in der Regel kein Problem, wenn du das offen kommunizierst. Oft findet sich dann eine Lösung.
Liebe Caro,
In sehr vielen Punkten sehe ich es auch so.
Mich z.B. regt es immer auf, wenn gefragt wird, was die Leser gerne für Posts lesen wollen. Dann können sie ja auch selber bloggen.^^
Auch mit der Zielgruppe merke ich das an mir selbst, dass eher Blogger meine Posts lesen. Das ist zwar wirklich schön, denn Blogger sind ja auch ‘normale’ Leser, aber nicht alle Leser sind Blogger. Ich finde es schon schwer, wie du sie nanntest, fachfremde Leser auf den Blog zu leiten. Aber man tut, was man kann 😉
Bei dem, was du zu Julias Beitrag sagst, muss ich zustimmen, auch wenn es von ihr nett gemeint war. Man sollte nur über Dinge bloggen, über die man auch etwas zu sagen hat und das aus eigenem Antrieb.
Bei deiner Kritik an Bücherkrähes Aktion muss ich allerdings widersprechen. Nirgends ist die Rede von “Schöner Blog, schau mal bei mir vorbei” Kommentaren und das ist auch nicht mit reiner Followersuche gleichzusetzen, sondern eher der Versuch von Austausch und genau darum geht es doch beim Bloggen.
Nur weil ein Blog klein ist, muss er nicht schlecht sein. Jeder fängt mal klein an und man kann noch so gute Inhalte haben – es hilft nichts, wenn sie niemand findet. Es sollen ja nicht wahllos Blogs in den Himmel gelobt werden, sondern es soll nur dabei helfen, entdeckt zu werden. Ich bin froh, wenn ich durch Aktionen auf Blogs stoße, die ich sonst nicht gefunden hätte und wegen des guten Contents dann hängenbleibe. Um nichts anderes geht es hier und ich verstehe nicht, was daran ein Problem sein soll.
(Hier muss ich sagen, dass ich den letzten Absatz erst hinterher gelesen habe, aber der klingt auch so gar nicht nach dem, was du vorher geschrieben hast.)
Es klingt außerdem nach etwas Schlechtem, wenn du sagst, dass man durch Kommentare andere Blogger erreicht. Ich meine – duh, das ist ja Sinn der Sache. Ich kommentiere schließlich, um Austausch mit dem Blogger zu starten. Wenn er dann auch meinen Blog entdeckt, ist es doch schön. Und hey, ich habe absolut keine Ahnung, wie man andere Leser erreicht, weil Buchblogs einfach zu einem großen Teil in ihrer Bubble stecken – oder sonst kommentiert einfach niemand, keine Ahnung. Aber so lange ist doch besser, wenn man sich wenigstens gegenseitig liest und Spaß und Mehrwert daraus zieht, als wenn es niemand tut.
Dem Rest stimme ich aber zu, auch wenn ich mich da in vielen Punkten angesprochen fühle und mir das auch bewusst ist. Ich werde mich in den nächsten Wochen auch hinsetzen und den Blog überarbeiten (keine Ausreden mehr), also danke dafür!
Wow! Du hast es exakt auf den Punkt gebracht. Ich bin sprachlos, deswegen ist dieser Kommentar irgendwie für den Eimer, aber trotzdem. Ich muss zugeben, dass ich mich an manchen Stellen selbst erkannt habe, aber ich muss sagen: Der Post ist für mich weniger kritisierend als mega motivierend. Und du hast einfach nur Recht mit jedem Satz, den du geschrieben hast. Ich muss mir wohl den ersten Post auch noch anschauen, aber dieser wird abgespeichert!
Ein spannender Beitrag, der viele interessante Themen aufgreift. Ich versuche mal auf meinem Smartphone dennoch alle Aspekte zu behandeln.
1) Ideenliste: Ich muss zugeben, dass ich Julias Aufstellung auch sehr zwiespältig gesehen haben. Die Vorschläge waren jetzt nicht so originell, dass da keiner von selbst drauf kommen könnte. Nun muss meiner Meinung nach nicht mit jedem Beitrag das Rad neu erfunden werden. Denn aus meiner Sicht ist auch Kontinuität in einem Blog sehr wichtig. Dennoch verwundert es auch mich, wenn jemanden nichts zu bloggen einfällt. Schließlich gibt es ganz viele Blogs, wo man sich inspirieren lassen kann (nicht 1:1 kopieren).
2) Aufmerksamkeit für kleine Blogs: Auch hier bin ich kritisch eingestellt. Seit einigen Monaten klicke ich mich regelmäßig durch Listen und Blogrolls. Da gibt es richtige Perlen, die beinahe unbemerkt vor sich hinbloggen. Aber ganz oft ist mir auch sofort klar, warum es dieser Blog nicht weit kommen wird. Weil nämlich das Design einfach fürchterlich ist! Grelle Farbkombinationen, grausige Schriftarten, Schnee oder sich verändernde Mauszeiger, hochskalierte Bilder in schauriger Qualität… Optik ist zwar nur Beiwerk, aber wenn es so aussieht, verzichte ich auf Inhalte.
3) Vernetzen: Natürlich wäre es fabelhaft, von vielen gelesen zu werden, die nicht bloggen. Aber ist das realistisch? Auf meinen alten und auch neuen Blog kommt der meiste Traffic über Suchmaschinen. Aber diese Leute sind schwer auf der Seite zu halten. Ich werde also viel gelesen, aber Leserbindung gibt es da nicht. Ich denke, bei Büchern ist es auch verflixt schwer, sich als Persönlichkeit zu profilieren.
Daher halte ich es schon für wichtig, andere Blogger anzusprechen. Gern auch mit Kommentaren, denn wenn man sich sympathisch ist, sieht man leichter darüber hinweg, dass die Themen nicht 100% interessieren. Schade finde ich es da grad bei kleinen Blogs, wenn dann keine Antwort kommt. Ich erwarte keine Reaktion in 24 Stunden, aber innerhalb einer Woche sollte normal immer drin sein.
Puh, ich hoffe, ich habe jetzt an alles gedacht. Dieser kleine Bildschirm nervt!
erst mal danke für den langen Kommentar. Ich kann dir bei allem komplett zustimmen. Ich habe auch sehr große Probleme mit unschönen Blogdesigns. Und das mit der Userbindung: hui. Du hast einen verdammt guten Punkt. Eine Lösung habe ich dafür nicht. Ich habe durch meine Themenerweiterung mittlerweile eine recht große Leserschaft. Also vielleicht andere Möglichkeiten bedenken?
Hey Caro!
Du hast deine Kritik zu meinem Beitrag bereits auf meinem Blog geäussert und ich war wirklich froh über die Rückmeldung 🙂 Ich habe nie damit gerechnet, dass meine Beitragsideen solch eine Wirkung haben und wie sie rüberkommen könnten. Deine Begründung an meinem Beitrag ist durchaus berechtigt und ich sehe auch das Problem in meinem Beitrag. Wir hatten das ja aber schon geklärt auf meinem Blog und ich bin dir deswegen nicht böse und finde es auch nicht schlimm, dass mein Beitrag ein Aufhänger für deinen Beitrag war 🙂
Aber auch ich will mich kurz zu Mareikes Beitrag bzw. deiner Kritik daran äussern: Ich finde die Idee wirklich super und mache selber dort mit (Wildcard sei dank). Ich verstehe zwar, dass du den Beitrag nur als Aufhänger benutzt für ein Thema, dass dich schon länger beschäftigt. Allerdings finde ich auch, dass du Mareike und ihre Idee etwas zu harsch angehst. Ihr und mein Beitrag waren wirklich nur gut gemeint und während ich bei meinem die Problematik nachvollziehen kann, seh ich das bei Mareike weniger schlimm. Ich verstehe dein Problem mit den Überzahl an Blogs, aber jeder von uns hat klein angefangen. Ich bin schon häufig über “kleine” Blogs gestolpert und war ganz verwundert, wieso die so wenige Follower haben. “Klein” heisst eben wirklich nur “Klein” und nicht “schlecht” oder “Ein Blog von 122638”. Aber nun will ich gar nicht mehr viel dazu sagen, ich finde manche Kritikpunkte durchaus berechtigt, aber übers Internet gibt es schnell Missverständnisse und der falsche Ton wird angeschlagen/interpretiert. Ausserdem hast du die Sache auch mit Mareike diskutiert und versuchst das ganze zu lösen bzw. wirst ein paar Sätze umformulieren, deshalb braucht es gar nicht mehr viel zu sagen. Zumindest von meiner Seite aus. 😄
Liebe Grüsse
Julia (die wirklich nicht nachtragend ist und mit diesem Kommentar auch klarstellen will, dass sie nicht beleidigt/wütend/oder sonst was ist und die Kritik an ihrem Beitrag in Ordnung findet. Peace.)
Hallo, ich finde deinen Beitrag auf der einen Seite erfrischend auf der einen Seite etwas übertrieben. Man hat das Gefühl, als würdest du komplett alle Buchblogger ansprechen und über einen Kamm scheren. Ich denke zwar nicht dass du das tust, aber naja…trotzdem kommt’s so rüber.
Zu Bücherkrähe: Ich denke nicht, dass es darum geht einzelne kleine Blogs speziell hervor zu heben, sonder vielmehr darum, auf Sie aufmerksam zu machen. Und was um alles in der Welt ist falsch daran? Es bereitet den Leuten Freude und Unterstützung ist ja wohl nicht verkehrt. Ich habe bisher nur äußerst weniger dieser “Hallo toller Blog, folge mir!”-Kommentare gelesen…nein, eigentlich noch nie. Ich selbst folge auch nur den Blog’s die mir Inhaltlich gefallen. Und ich finde auch, dass Kommentare sehr wichtig sind. Mir sind sie sogar Tausendemal lieber als ein “Like”. Und da geht es nicht nur um Erfolg, sondern auch ein bisschen um Anerkennung.
Auf welchen Blog du dich so rum treibst weiß ich nicht, ich erkenne vieler deiner Kritikpunkte – schlechtes Design, Instagram, etc – nur in sehr wenigen wieder. Übrigens machen das viele einfach nur als Hobby, haben keine Zeit eigene schicke Seiten zu hosten oder auch kein Geld sich teure Designs zu kaufen. An erster Stelle steht sowieso der Inhalt. Hier stimme ich dir wiederum zu:
Ich will nicht nur für andere Buchblogger schreiben, denen ich kein Buch mehr vorstellen muss, weil sie es eh schon von sich selbst kennen …oder von hundert anderen Blogs. Ich schreibe auch für die Leute da draußen, die sich einfach mal eine Meinung zu einem Buch einholen wollen oder neue Kauf-Inspirationen brauchen. Nichts desto trotz sind die Hauptleser nun mal andere Blogger. Bevor ich einen Blog hatte, bin ich vielleicht einmal im Jahr auf einen Blog von irgendjemandem gestoßen. Und sind wir mal ehrlich: Kaum einer beantragt einen Newsletter von einem Blog…
Ebenfalls gut ist dein Punkt in Bezug auf die Kreativität: Lieber ein oder zwei Mal im Monat was gutes, anstatt 10 Beiträge die mir einfach nur eine öde Statistik zeigen.
Wow!
Ich habe absolut keine Ahnung, wie du zu deinen Schlüssen kommst, aber soviel interpretatorische Freiheit lässt mein Artikel einfach nicht zu. Du bist meiner Meinung nach völlig über’s Ziel hinausgeschossen.
“Ich möchte auf den Abschnitt „Wie bekommt mein Blog mehr Aufmerksamkeit?“ hinaus. Dieser Absatz hat ganz, ganz viele Probleme. Alles daran ist gut gemeint, aber gleichzeitig super problematisch und macht so viel falsch.”
“Sprich Kommentare schreiben, meistens immer das gleiche „Schöner Blog, wirklich! Schau doch auch mal bei mir vorbei!“ und das hundertausend mal. Überall.”
Du sagst, an dem Absatz ist vieles falsch und du gehst genau auf einen Punkt ein – den ersten – und da habe ich weder dazu aufgerufen, sinnlose Kommentare in die Welt zu spammen noch, wie du auf Twitter geschrieben hast, zu Kommentargrinding. Wenn du den zweiten Satz gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich Gespräche in den Kommentarspalten erwähne. Die entwickeln sich nicht bei einem “Geiler Blog, guck mal bei mir”-Kommentaren. Ich würde wirklich gerne wissen, wie du zu den o.g. Aussagen kommst!
“Laut Bücherkrähe schreiben wir nur füreinander. Also schreiben Bücherblogger ausschließlich für Bücherblogger.”
Habe ich NIE gesagt! Nicht mal im Ansatz. Ja, ich schreibe *auch* für Blogger, weil die nunmal *auch* zu meiner Lesergruppe gehören. Aber wenn du dir meinen Blog angeguckt hättest (was du augenscheinlich nicht getan hast) wüsstest du, dass die Artikel, die sich an Blogger richten, verschwindend gering sind. Ansonsten ist nichts, von Rezensionen über Artikel und Blogspecials hin zu Beiträgen wie Behind the Screens, für Nicht-Blogger unverständlich.
Auch hier: Wie zum Henker kommst du zu deiner Aussage über mich?
Und sorry, ich ziehe mir den Schuh nicht an, den du mir da hinwirfst, denn du hast offensichtlich keine Ahnung von mir, meinem Blog oder was meine Ideen dahinter sind. Du fantasierst dir ein Schreckensbild von Buchblogger zusammen, hängst meinen Namen dran obwohl es in keinster Weise zutrifft, und hoffst, dass es keiner merkt.
Cheerio
Mareike
Liebe Mareike,
ich glaub hier muss einiges aufgeklärt werden. Ich bin anscheinend nicht klar genug mit der Tatsache gewesen, dass ich deinen Artikel als Aufhänger genutzt habe, indem manches falsch verstanden werden kann. Den einen Satz mit dem “Laut Bücherkrähe” habe ich editiert, das stimmt. Wollte damit eine Schlussfolgerung ziehen, hat nicht funktioniert, war kacke formuliert. Ich habe deinen Blogpost gesehen, gelesen und mir gedacht “Hm, das funktioniert so irgendwie nicht”. Ich kenne Bücherblogger und ich weiß, das absolut nicht jeder gleich ist und es genug mit einem hohen Anspruch gibt, jedoch ist die Dichte an 0815 Durschnittskacke und eben den erwähnten Kommentargrindern SO HOCH, dass diese instant negativ auffallen. Dabei weiß ich nicht mals, ob die meisten das absichtlich so machen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir deinen Blog vorher ausführlich angeschaut habe und den Schluss gezogen habe, dass es an dir nichts zu kritisieren gibt. Und das habe ich auch nicht. Ich habe “viele” Buchblogger angesprochen, nicht dich. Habe auch nicht dich und Julia als schlechtes Beispiel hingestellt, sondern ausschließlich als ausschlaggebendes Ereignis, was nicht mals etwas negatives sein soll. Meine Intention durch die Erwähnung deines Artikel war, auf die entstehende Filterbubble hinzuweisen, die durch das ständige Vernetzen untereinander passiert. Dass viele dadurch NIEMALS zu organischem Wachstum kommen. Deshalb habe ich das Prinzip so stark kritisiert. Wie DU das machst, ist hier vollkommen egal. Man muss dazu sagen, dass ich das mit dem Kommentieren absolut als Massenakt aufgefasst habe. Denn es klang halt nicht nach “Lies viel Blogs und kommentiere diese” sondern schlichtweg “Kommentiere diese” und damit tue ICH persönlich mich schwer. Doch da werde ich mich morgen noch mal dransetzten und das ein wenig schöner verpacken, da es wohl für dich unklar ist, was maximal suboptiomal ist, weil du ein Aufhänger warst. Wie ich auf die Aussage über dich zum Thema du schreibst für Blogger komme? Gar nicht. Das war ausschließlich dem falschen Ausdruck geschuldet. Darauf zielend habe ich deine Beiträge auch absolut nicht “untersucht” oder sonst was. Ich bin mir sicher du schreibst für Leser.
Mein großes Problem sind die Folgen, die diese absolut gut und recht gemeinten Tipps mit sich ziehen. Es führt meist dazu, dass junge, naive und Anfänger denken sie können sich ausschließlich durch grinden und Masse beweisen, anstatt durch ernsthaftes Zeitnehmen. Außerdem möchte ich motivieren nicht immer in der Filterbubble zu bleiben. Da krebsen seit Jahren die gleichen Leute rum und es gibt, wo wir beim Thema wären, eben noch viel mehr Leute die Artikel lesen möchten, als nur Buchblogger.
Und einfach nochmal um es zusammenzufassen. Du als Person hast absolut nichts falsch gemacht, lediglich die Nötigkeit eines solchen Posts schmeckt mir nicht richtig. Ich habe nicht dich und deine Bloggerfähigkeiten/Intentionen whatever kritisiert. Der eine Satz war doof, hab ich korrigiert – bitte um Nachsicht.
Habe deine Artikel ausschließlich als Aufhänger benutzt um auf ein Thema zusprechen zu kommen, das man immer sehr schwer anschneiden kann. Da habe ich meine Chance gesehen. Falls es zu missverständlich war im Bezug auf dich, werde ich da noch mal drüber gehen. Meine letzte Intention ist es, jemandem auf die Füße zu treten.
Ich danke dir trotzdem für deinen Einsatz, der Gedanke ist halt echt toll, aber viele andere müssten halt einfach mal probieren, nachfragen und einfach mal einen Schritt weitergehen, anstatt sich immer auf seine Bloggerlisten zu verlassen. Das ist es was ich mir wünsche.
Ich hoffe das war so alles ein wenig nachvollziehbar. Ich wollte dich nicht blöd darstellen, da habe ich nix von und wäre auch menschlich definitiv falsch. Ich werd ein paar Formulierungen ändern, die vielleicht zu scharf, oder auf dich bezogen sein könnten bzw so zu verstehen sein könnten. Das weiß man im Vorhinein schließlich nie.
Danke für deine ehrlichen Kommentar, hätte nicht gedacht, das manches so aufzufassen ist, aber nur so merken wir es schließlich.
Hab einen tollen Start ins Wochenende!
– Caro
Interessanter Kommentar zu der ganzen Sache. Als völlig neues “Mitglied” der “Bloggercommunity” (ich habe im Mai mein erstes Buch rezensiert) beobachte ich derzeit interessiert alle Entwicklungen. Ich versuche ein Gefühl dafür zu bekommen, was Verlage jeweils von Bloggern erwarten (RandomHouse, Rowohlt und Diogenes scheinen gerne Rezensionsexemplare zu geben, HarperCollins erscheint reservierter), welche Form der Rezension ansprechend ist, welche klassischen Beiträge auf jedem Blog zu finden sind etc.
Ich bilde mir ein, Rezensionen über dem Durchschnitt zu schreiben, dennoch sehe ich ob meines ausbleibenden Erfolges (keine Kommentare, stagnierende Zahlen), dass mir der Unique Selling Point fehlt und ganz offensichtlich auch die persönliche Ansprache der Leser, die zu mehr Interaktion führt. Eine Aktion wie “Kleine Blogs in Sicht” ist für mich da ein Sprungbrett. Ich verstehe deine Kritik daran, aber wenn man es generell als Möglichkeit sieht, kleinen Blogs für ein Wochenende eine Plattform zu bieten, dann wird sich auch da gewiss zeigen, welche Blogs gut ankommen und ansprechend sind, und welche eben nur “einer unter vielen” sind.
Ich bin in dem Zuge auch vor kurzem auf Twitter in eine merkwürdige Debatte geraten, die die genannte Aktion wohl mit beeinflusst hat. Es ging allgemein um Aufmerksamkeit und ich äußerte, dass ich gerne mehr Kommentare auf meinem Blog hätte, da ich Rezensionen schreibe, um mit anderen Lesern in Austausch zu treten. Daraufhin wurde mir (relativ unfreundlich, wie ich fand, aber das Medium Twitter macht Sprache auch gerne härter als sie gemeint ist) gesagt, dass Kommentare nicht alles sind, dass es auch um Besucher und Followerzahlen geht und dass Aufmerksamkeit ja auch ganz anders gemeint sei und vor allem darin besteht, sich mit Bloggern über alles Mögliche, auch Nicht-Blog-Dinge auszutauschen. Was ich grundsätzliche unterschreibe, doch die Aufmerksamkeit, die ich mir wünsche, sind eben Kommentare und Diskussionen, die daraus entstehen. Als Fanfiction-Autorin weiß ich, was für wundervolle Diskussionen mit Lesern in den Kommentaren geführt werden könnten…
Was du zum Thema “Für wen will ich schreiben” sagst, fand ich auch spannend. Als ich als Buchblogger angefangen habe, habe ich mich generell mit Blog-Ideen beschäftigt. Dabei stieß ich auf viele Artikel darüber, wie man mit Blogging Geld verdienen kann – und alle wiesen daraufhin, dass das als Buchblogger unmöglich ist, weil man außer anderer Buchblogger niemanden erreicht, entsprechend die Leserzahlen winzig bleiben und man nicht den gleichen “Influence” hat wie Fashion- oder Beauty- oder Reise-Blogger. Nun schreibst du, dass es doch unser Ziel sei, auch andere Leser, die nicht bloggen, zu erreichen. Natürlich ist das das Ziel, doch frage ich mich: Ist das ernsthaft möglich? Gewiss hat man, wenn man lange genug dabei ist, einige Leser außerhalb der Bloggerszene, doch ich sehe es an meinen Followern: Auf den Social Networks folgen mir zumeist Harry-Potter-Fans, die meine Fanfictions lesen. Sie sind auch alle lesebegeistert und schreiben teilweise selbst. Für meine Blogbeiträge interessieren sie sich dennoch nicht, selbst wenn das rezensierte Buch ihnen gefallen würde.
Auch dein Hinweis, dass man Verlagen für Rezensionsexemplare nicht in den Arsch kriechen soll, ist mir aufgefallen. Ich habe das bisher nicht getan, ich habe einfach angefragt und wenn ich was bekommen habe, habe ich es gelesen und bewertet. Bisher waren da auch keine Totalausfälle dabei (dafür haben Leserunden-Bücher gesorgt…), trotzdem habe ich mich dabei erwischt, dass ich mich fragte, ob ich meine 3/5 für ein HarperCollins-Buch bei denen im Portal veröffentlicht soll und damit riskiere, für immer keine Rezenuonsexemplare zu erhalten, oder ob ich stark zu meiner Meinung stehen sollte. Ebenso tagge ich auf Twitter & Instagram gewöhnlich Verlage, wenn ich deren Bücher rezensiere – bei dem 1/5 Buch von Bastei Lübbe habe ich das ebenfalls nichts getan. Ich veröffentliche diese Meinung durchaus, aber ganz den Mut, sie den Verlagen unter die Nase zu reiben, habe ich noch nicht. Vor allem weil ich keine Erfahrung habe, wie Verlage damit umgehen.
Was mich zu dem nächsten Punkt bringt: Neben all dem PR-Sprech der Verlage muss man sich trotzdem ins Gedächtnis rufen, dass die Wertschätzung von Buchbloggern eine neuere Entwicklung ist. Ich bekomme das Gefühl, dass es bei Rezensionsexemplaren für Buchblogger (oder auch Freibücher bei Leserunden) nicht um Buchbesprechung und Literaturkritik geht, sondern um Hype und dass in den Social Networks über die Bücher gesprochen wird. Entsprechend ist es naheliegend, dass alles, was nicht 4/5 oder 5/5 bei Verlagen nicht gut ankommt, da die sich, wenn sie ernsthaft Interesse an fundierter Kritik hätten, eher an bezahlte Literaturkritiker aus den Feuilletons wenden würden anstatt an junge, meist unausgebildete Hobby-Leser. Ich will damit auch gar nicht die Leidenschaft und die Tiefe in Abrede stellen, mit der Buchblogger ihre Blogs betreiben, denn ich sehe, dass das da ist – aber ich habe den Eindruck, Verlage sehen das nicht, vor allem weil sie es nicht sehen wollen und ganz andere “Leistungen” von den Bloggern erwarten. Aber wie gesagt – ich bin erst seit Mai dabei und als jemand, der lange genug im Journalismus und in Community-Management-Positionen, die immer mit PR verbunden waren, tätig war, habe ich generell immer erstmal eine sehr skeptische, negative Sicht auf die Dinge.
Ich weiß nicht, ob die Dinge, die ich geschrieben habe, eine Aussage haben, aber das alles schwirrte mir schon ewig im Kopfe herum und ich fand, es passte ganz gut hier hin.
Huhu Julia,
hab deinen Kommentar gerade gelesen und wollte dir zu deinen Gedanken bezüglich der Bewertung antworten. Ich habe zwar nur sehr selten Bücher dabei, die ich angefragt habe, die ich dann sagen wir mit 3 und weniger bewertet hatte (wobei ich auch gar nicht mehr dieses Bewertungsschema nutze mittlerweile, sondern nur in Worten ausdrücke, wie warum und was gefiel oder nicht), aber wenn, dann sag ich das erhlich, kritisiere das Ganze. Wenn es Dinge sind, die quasi schreiberisch nicht falsch sind, aber nur mir persönlich nicht taugen, dann formuliere ich das so. Und bisher hat da noch kein Verlag Probleme gehabt – im Gegenteil, denen ist in der Regel auch wichtig, dass man ein ehrliches Feedback gib. Ich finde, solange es eben begründet und sachlich ist und du jetzt nicht den Autor, das Buch einfach niedermachst, ohne es belegen zu können, ist es wichtig und richtig, dass offen zu sagen. Ich hatte auch schon Reziexemplare, die ich abgebrochen habe, auch das ist für den Verlag in der Regel kein Problem, wenn du das offen kommunizierst. Oft findet sich dann eine Lösung.
Lg Franzi
Liebe Caro,
In sehr vielen Punkten sehe ich es auch so.
Mich z.B. regt es immer auf, wenn gefragt wird, was die Leser gerne für Posts lesen wollen. Dann können sie ja auch selber bloggen.^^
Auch mit der Zielgruppe merke ich das an mir selbst, dass eher Blogger meine Posts lesen. Das ist zwar wirklich schön, denn Blogger sind ja auch ‘normale’ Leser, aber nicht alle Leser sind Blogger. Ich finde es schon schwer, wie du sie nanntest, fachfremde Leser auf den Blog zu leiten. Aber man tut, was man kann 😉
LG,
Anna
Bei dem, was du zu Julias Beitrag sagst, muss ich zustimmen, auch wenn es von ihr nett gemeint war. Man sollte nur über Dinge bloggen, über die man auch etwas zu sagen hat und das aus eigenem Antrieb.
Bei deiner Kritik an Bücherkrähes Aktion muss ich allerdings widersprechen. Nirgends ist die Rede von “Schöner Blog, schau mal bei mir vorbei” Kommentaren und das ist auch nicht mit reiner Followersuche gleichzusetzen, sondern eher der Versuch von Austausch und genau darum geht es doch beim Bloggen.
Nur weil ein Blog klein ist, muss er nicht schlecht sein. Jeder fängt mal klein an und man kann noch so gute Inhalte haben – es hilft nichts, wenn sie niemand findet. Es sollen ja nicht wahllos Blogs in den Himmel gelobt werden, sondern es soll nur dabei helfen, entdeckt zu werden. Ich bin froh, wenn ich durch Aktionen auf Blogs stoße, die ich sonst nicht gefunden hätte und wegen des guten Contents dann hängenbleibe. Um nichts anderes geht es hier und ich verstehe nicht, was daran ein Problem sein soll.
(Hier muss ich sagen, dass ich den letzten Absatz erst hinterher gelesen habe, aber der klingt auch so gar nicht nach dem, was du vorher geschrieben hast.)
Es klingt außerdem nach etwas Schlechtem, wenn du sagst, dass man durch Kommentare andere Blogger erreicht. Ich meine – duh, das ist ja Sinn der Sache. Ich kommentiere schließlich, um Austausch mit dem Blogger zu starten. Wenn er dann auch meinen Blog entdeckt, ist es doch schön. Und hey, ich habe absolut keine Ahnung, wie man andere Leser erreicht, weil Buchblogs einfach zu einem großen Teil in ihrer Bubble stecken – oder sonst kommentiert einfach niemand, keine Ahnung. Aber so lange ist doch besser, wenn man sich wenigstens gegenseitig liest und Spaß und Mehrwert daraus zieht, als wenn es niemand tut.
Dem Rest stimme ich aber zu, auch wenn ich mich da in vielen Punkten angesprochen fühle und mir das auch bewusst ist. Ich werde mich in den nächsten Wochen auch hinsetzen und den Blog überarbeiten (keine Ausreden mehr), also danke dafür!
Liebe Grüße,
Jacqueline
Wow! Du hast es exakt auf den Punkt gebracht. Ich bin sprachlos, deswegen ist dieser Kommentar irgendwie für den Eimer, aber trotzdem. Ich muss zugeben, dass ich mich an manchen Stellen selbst erkannt habe, aber ich muss sagen: Der Post ist für mich weniger kritisierend als mega motivierend. Und du hast einfach nur Recht mit jedem Satz, den du geschrieben hast. Ich muss mir wohl den ersten Post auch noch anschauen, aber dieser wird abgespeichert!
Viele Grüße,
Mila
Ein spannender Beitrag, der viele interessante Themen aufgreift. Ich versuche mal auf meinem Smartphone dennoch alle Aspekte zu behandeln.
1) Ideenliste: Ich muss zugeben, dass ich Julias Aufstellung auch sehr zwiespältig gesehen haben. Die Vorschläge waren jetzt nicht so originell, dass da keiner von selbst drauf kommen könnte. Nun muss meiner Meinung nach nicht mit jedem Beitrag das Rad neu erfunden werden. Denn aus meiner Sicht ist auch Kontinuität in einem Blog sehr wichtig. Dennoch verwundert es auch mich, wenn jemanden nichts zu bloggen einfällt. Schließlich gibt es ganz viele Blogs, wo man sich inspirieren lassen kann (nicht 1:1 kopieren).
2) Aufmerksamkeit für kleine Blogs: Auch hier bin ich kritisch eingestellt. Seit einigen Monaten klicke ich mich regelmäßig durch Listen und Blogrolls. Da gibt es richtige Perlen, die beinahe unbemerkt vor sich hinbloggen. Aber ganz oft ist mir auch sofort klar, warum es dieser Blog nicht weit kommen wird. Weil nämlich das Design einfach fürchterlich ist! Grelle Farbkombinationen, grausige Schriftarten, Schnee oder sich verändernde Mauszeiger, hochskalierte Bilder in schauriger Qualität… Optik ist zwar nur Beiwerk, aber wenn es so aussieht, verzichte ich auf Inhalte.
3) Vernetzen: Natürlich wäre es fabelhaft, von vielen gelesen zu werden, die nicht bloggen. Aber ist das realistisch? Auf meinen alten und auch neuen Blog kommt der meiste Traffic über Suchmaschinen. Aber diese Leute sind schwer auf der Seite zu halten. Ich werde also viel gelesen, aber Leserbindung gibt es da nicht. Ich denke, bei Büchern ist es auch verflixt schwer, sich als Persönlichkeit zu profilieren.
Daher halte ich es schon für wichtig, andere Blogger anzusprechen. Gern auch mit Kommentaren, denn wenn man sich sympathisch ist, sieht man leichter darüber hinweg, dass die Themen nicht 100% interessieren. Schade finde ich es da grad bei kleinen Blogs, wenn dann keine Antwort kommt. Ich erwarte keine Reaktion in 24 Stunden, aber innerhalb einer Woche sollte normal immer drin sein.
Puh, ich hoffe, ich habe jetzt an alles gedacht. Dieser kleine Bildschirm nervt!
Hallo du,
erst mal danke für den langen Kommentar. Ich kann dir bei allem komplett zustimmen. Ich habe auch sehr große Probleme mit unschönen Blogdesigns. Und das mit der Userbindung: hui. Du hast einen verdammt guten Punkt. Eine Lösung habe ich dafür nicht. Ich habe durch meine Themenerweiterung mittlerweile eine recht große Leserschaft. Also vielleicht andere Möglichkeiten bedenken?
Liebe Grüße und danke für das Feedback!
– Caro
Hey Caro!
Du hast deine Kritik zu meinem Beitrag bereits auf meinem Blog geäussert und ich war wirklich froh über die Rückmeldung 🙂 Ich habe nie damit gerechnet, dass meine Beitragsideen solch eine Wirkung haben und wie sie rüberkommen könnten. Deine Begründung an meinem Beitrag ist durchaus berechtigt und ich sehe auch das Problem in meinem Beitrag. Wir hatten das ja aber schon geklärt auf meinem Blog und ich bin dir deswegen nicht böse und finde es auch nicht schlimm, dass mein Beitrag ein Aufhänger für deinen Beitrag war 🙂
Aber auch ich will mich kurz zu Mareikes Beitrag bzw. deiner Kritik daran äussern: Ich finde die Idee wirklich super und mache selber dort mit (Wildcard sei dank). Ich verstehe zwar, dass du den Beitrag nur als Aufhänger benutzt für ein Thema, dass dich schon länger beschäftigt. Allerdings finde ich auch, dass du Mareike und ihre Idee etwas zu harsch angehst. Ihr und mein Beitrag waren wirklich nur gut gemeint und während ich bei meinem die Problematik nachvollziehen kann, seh ich das bei Mareike weniger schlimm. Ich verstehe dein Problem mit den Überzahl an Blogs, aber jeder von uns hat klein angefangen. Ich bin schon häufig über “kleine” Blogs gestolpert und war ganz verwundert, wieso die so wenige Follower haben. “Klein” heisst eben wirklich nur “Klein” und nicht “schlecht” oder “Ein Blog von 122638”. Aber nun will ich gar nicht mehr viel dazu sagen, ich finde manche Kritikpunkte durchaus berechtigt, aber übers Internet gibt es schnell Missverständnisse und der falsche Ton wird angeschlagen/interpretiert. Ausserdem hast du die Sache auch mit Mareike diskutiert und versuchst das ganze zu lösen bzw. wirst ein paar Sätze umformulieren, deshalb braucht es gar nicht mehr viel zu sagen. Zumindest von meiner Seite aus. 😄
Liebe Grüsse
Julia (die wirklich nicht nachtragend ist und mit diesem Kommentar auch klarstellen will, dass sie nicht beleidigt/wütend/oder sonst was ist und die Kritik an ihrem Beitrag in Ordnung findet. Peace.)