Wenn ich bleibe – Gayle Forman – Rezension

Titel: Wenn ich bleibe
Autor: Gayle Forman
Erscheinungsdatum: 14. August 2014
Verlag: Blanvalet
Seiten: 304

Zusammenfassung:

Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur klassischen Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert? Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht schließlich vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen? Lieben oder sterben?

Meine Meinung:

Nachdem ich den Trailer des Filmes gesehen habe und schon Tränen in den Augen hatte, musste ich das Buch einfach lesen.
Das Buch dreht sich um Mia, die nach einem schlimmen Autounfall im Krankenhaus landet und wortwörtlich neben sich steht. Die Idee mit der außerkörperlichen Erfahrung gefällt mir unglaublich gut, jedoch finde ich es recht schwer zu verstehen, wenn man sich nicht sicher ist, worum es geht. Mia erzählt ihre Geschichte mit allen Ecken und Kanten und wenige Fragen bleiben offen. Vielen Gedanken sind sehr kindlich, was für ihr Alter auch durchaus okay ist, jedoch ist das Buch nicht als Jugendbuch deklariert.
Mir fiel es im Laufe des Buches recht schwer mich mit den Charakteren zu identifizieren, da sie nicht besonders tief sind. Verständlich ist jeder einzelne, doch in dem Buch werden die Charaktere oft durch Musik identifiziert und das finde ich ausschließlich bei Mia gut gelöst.
Mia erwähnt immer wieder, dass sie die Wahl zwischen bleiben und gehen hat, ob sie jetzt im Endeffekt aber wirklich die Macht darüber hat, wird nicht klar. In der Geschichte fehlt mir ehrlich gesagt ein bisschen Drama. Abgesehen von dem Auto Unfall scheint Mia’s Leben nämlich ganz gut zu laufen, weshalb es keinen Sinn machen würde, Mia die Entscheidung zu „überlassen“, da eine Entscheidung dagegen relativ unlogisch wäre.
Zum Schreibstil: Formans Schreibstil gefällt mir eigentlich recht gut. Schmerz und Trauer drückt sie zum Ende hin besser aus, als am Anfang. Eine Entwicklung der Schreibqualität ist selten, bei dem Buch aber der Fall.
Das Ende des Buches ist okay, würde ich sagen. Ich finde es ist nur leider nicht ganz klar, ob sie die Entscheidung getroffen hat, oder ob es einfach passiert ist, was mich nach den vielen „soll ich gehen?“, „soll ich bleiben?“ Gedanken recht unbefriedigend finde.

Meine Bewertung: 

3 von 5 Sternen

Das Buch ist ganz nett, doch bei weitem nicht das, was ich erwartet habe. Das Buch wurde sehr gehyped, deshalb habe ich wahrscheinlich einfach etwas zu viel erwartet. Aber ein Fehlgriff war es auf keinen Fall. Es lohnt sich, wenn ihr vorher heute Erwartungen runterschraubt. Alleine die Idee ist das Lesen wert!

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2 Kommentare

  1. In "Where she went" sollten deine Fragen beantwortet werden. Da es ein Zweiteiler ist, ist es ja durchaus normal, dass am Ende nicht alles offengelegt wird.

  2. Oha, da war ich wohl nicht richtig informiert! Danke dir :))

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