Eragon – Die Weisheit des Feuers

Obgleich Eragon und Cousin Roran im Helgrind gemeinsam die Befreiung von Rorans Geliebten Katrina meistern, trennen sich ihre Wege. Arya aus dem Stamm der Elfen macht sich sofort auf den Weg, um Eragon heil zu den Varden zurückzubringen: Saphiras und Eragons Unterstützung ist in der Schlacht gegen Galbatorix’ Heer unverzichtbar für Menschen, Zwerge, Elfen und Urgals. Dabei muss sich Eragon seinem vermeintlichen Bruder und dessen Drachen im Kampf stellen. Ein Geschehnis, das seine Gefühlswelt zerrüttet. Ohnehin überschlagen sich mit nur wenigen Ruhephasen die Ereignisse: Eragon erfährt die wahre Identität seines Vaters, weiht endlich sein neues Schwert Brisingr ein und das Geheimnis um Galbatorix Stärke wird gelüftet. Wie dieses Wissen gegen Galbatorix eingesetzt werden könnte, steht allerdings noch in den Sternen.

img_6904Nach drei Jahren Pause, habe ich mich wieder an den 3. Teil der Reihe über den Drachenreiter getraut. Schnell eine Zusammenfassung gelesen, wusste ich wieder worum es ging und konnte die Reise fortsetzen. In der Mitte abgebrochen, konnte ich es trotzdem nicht auf mir sitzen lassen.
Doch genau so schleppend, wie sie um die Mitte rum vor drei Jahren zu Ende gegangen ist, ging es weiter.
Unendliche Verhandlungen, Eragon hier, Saphira dort. Reisen durch das Land, die früher hunderte von Seiten angedauert haben, waren plötzlich in ein zwei Seiten zusammengefasst.
Die Laune, die einen am Anfang der Eragon packt, reißt einen schon lange nicht mehr so sehr mit und wird auf eine harte Probe gestellt. Nach etlichen Rumreißungen und Rumreisen, kommen wir endlich an den spannenden Stellen an. Ergaon erfährt, wer wirklich sein Vater ist und plötzlich ist man wieder mittendrin. Paolini hat eine ganz besondere Art zu schreiben. Adjektive, die bei anderen Autoren inflationär wirken würden, scheinen hier perfekt gesetzt und unglaublich passend. Wenige Autoren schaffen es auf eine so besondere Art und Weise Stimmung zu erzeugen.
Doch gerade die Füller in Surda und in im Beor Gebirge ziehen sich viel zu lang, wirken unermüdlich und auch die Zwischensequenzen mit Roran schaffen es nicht die Geschichte spannender zu machen. Sie wirken fehlplatziert und wirklich schön geschrieben sind die auch nicht. Die Sequenzen ähneln Hack and Slay Spielen und passend absolut nicht in die Atmosphäre – Krieg in Alagäsia hin oder her.
Grade zum Ende hin, habe ich das Buch dann doch wieder verschlungen, denn das alte Gefühl war wieder da und ließ mich am Ende ein wenig sprachlos, leer und traurig zurück.
Wenn Paolini auf den Punkt kommt und sich erst ein mal in Rage geschrieben hat, produziert er großartige Finale, unfassbare Enden und erschütternde Tatsachen.
Der Drang weiterzulesen ist große und vielleicht wird die Reihe ja doch ein wenig früher beendet, als gedacht.

Fazit – EragonDie Weisheit des Feuers:

Ein Buch, das an seiner eigenen Länge scheitert. Normalerweise kommen ausführliche Erklärungen und Umschreibungen grade in Fantasy Büchern immer viel zu kurz, Paolini jedoch, überreizt die Bandbreite (Wortspiel, wegen gebundenes Buch, versteht ihr?) ein wenig. Zweihundert Seiten weniger hätten dem Buch definitiv nicht geschadet.
Zum Ende hin jedoch beweist das Buch sein Potential und schafft ein fulminantes Ende, welches einen ohne wahren Cliffhänger dazu drängt direkt, direkt zum letzten Teil zu greifen.

Erschienen am: 19. September 2011
Seiten: 992
Format: Taschenbuch/Gebunden
Autor:
Christopher Paolini
Preis: 9,99€
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